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Theater mit Flüchtlingen Wenn Odysseus durch die Sicherheitskontrolle muss

Die Berner Gruppe «Theater kennt keine Grenzen» zeigt ihre Version des griechischen Klassikers. Mit dabei: Junge Flüchtlinge und Jugendliche aus Bern.

Schauspieler mit goldenen Kapuzen
Legende: ZVG/Junge Bühne Bern

Hurra der Krieg ist vorbei – ab nach Hause! Odysseus und seine Truppe haben gesiegt, sie dürfen heim segeln. Sie freuen sich auf die Frau, das Bett, das Klo. Zuerst müssen sie aber noch böse Monster in Schweizer Militärdecken, verführerische Sirenen und den Sicherheitscheck beim Orakel überstehen.

Die eigene Odyssee

Die Theatergruppe «Theater kennt keine Grenzen» interpretiert die klassische Odyssee von Homer auf ihre Art. Die Gruppe besteht aus zwölf jungen Männern und Frauen aus der Schweiz, Afghanistan, Irak oder Mazedonien. Einige von ihnen haben ihre persönliche Odyssee erlebt, auf der Flucht aus ihrem Heimatland in die Schweiz, wo sie Asyl beantragt haben.

Mir gefällt es, sind wir so eine gemischte Gruppe.
Autor: Ermin (20)
Gruppenportrait
Legende: Ein Teil der Gruppe: Salome, Vera, Olivia aus Bern; Ermin aus Mazedonien und Mohammad aus Afghanistan (v.l.n.r.). SRF

Zum Beispiel Ermin: Der 20-jährige Albaner ist mit seiner Familie vor gut sechs Jahren von Mazedonien in die Schweiz geflüchtet. Er ist froh, dass auf der Bühne Hochdeutsch gesprochen wird. «Sonst würde ich nichts verstehen», meint er. Er ist froh, spielen noch andere Jugendliche mit, die auch kein Schweizerdeutsch verstehen.

Ähnlich ergeht es auch dem 17-jährigen Mohammad aus Afghanistan. Seit zwei Jahren lebt er in der Schweiz, in einem Wohnheim für unbegleitete minderjährige Asylsuchende. Seine Betreuerin habe ihn auf das Theater aufmerksam gemacht. «Wir sprechen viel – und ich habe sogar ein bisschen Deutsch gelernt».

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Stähli (Mich)
    Vermutlich werde ich jetzt als Rassist oder was auch immer bezeichnet aber wenn einer zwei Jahre in einem Heim in der Schweiz lebt sollte er doch genug zeit haben um mehr als nur ein bisschen Deutsch zu lernen. Denn dass ist aus meiner Sicht mit Abstand das wichtigste um sich zu integrieren oder Arbeit zu finden. Zudem wäre für ihn auch alles leichter wenn er sich gut verständigen könnte
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    1. Antwort von T. S. (Schnüseli)
      Ja, es ist tatsächlich schwierig für die jungen Flüchtlinge in einem Heim unter Gleichgesinnten Deutsch zu lernen und sich in der Schweizer Gesellschaft zu integrieren. Am Besten geht das natürlich in einer Schweizer Pflegefamilie, doch dagegen hat ja das Berner Stimmvolk vor kurzem abgestimmt. Das sei ja zu teuer...
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