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Bern Freiburg Wallis Therese Frösch: «Spitzbuben sind meine liebsten Güezi»

Die 63-Jährige mag aufgeweckte Menschen, die sich einbringen und deshalb auch die Spitzbuben. Die Zusammenarbeit mit solchen Menschen ist ein Grund, warum Therese Frösch im Mai das Co-Präsidium der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) übernommen hat.

Legende: Audio Therese Frösch hat wieder Energie für neue Aufgaben. abspielen. Laufzeit 13:00 Minuten.
13 min, aus Regi BE FR VS vom 22.12.2014.

Therese Frösch hat in ihrem politischen Leben oft um Geld gekämpft. Ab 1993 als Finanzdirektorin der Stadt Bern, nun als Co-Präsidentin der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS). «Finanzen sind ein Schmiermittel, und das Geld muss für alle gut verteilt sein», sagt die 63-Jährige. Sie habe es sehr interessant gefunden, als Finanzdirektorin die Quadratur des Kreises zu versuchen. Als ihr jemand an einem Weihnachtsessen Glück wünschte, habe sie gesagt, sie brauche kein Glück sondern Geld.

Ich brauche kein Glück, ich brauche Geld

Therese Frösch setzte neun Sparpakete um und wurde dennoch stets mit Glanzresultaten wiedergewählt. 2004 trat sie nicht mehr zu den Gemeinderatswahlen an. 2011 trat sie von der politischen Bühne ab, davor war sie acht Jahre Nationalrätin der Grünen Partei.

Endlich ohne Agenda leben

Sie sei vor drei Jahren erschöpft gewesen, sagt Therese Frösch. Und habe es danach genossen, in den Tag zu leben und einfach mal Bücher zu lesen. «Ich holte das Familienleben nach, habe vor vier Jahren zum ersten Mal geheiratet.» Als die SKOS Frösch anfragte, ob sie das Präsidium übernehmen wolle, habe sie lange überlegt. «Es wäre sicher besser gewesen, wenn ein Bürgerlicher das Amt übernommen hätte. Allerdings einer, der nicht zu fest rechts ist.»

Dass Therese Frösch das Präsidium mit Felix Wolffers (SP) teilen kann, ist der Hauptgrund, warum sie das Amt letztlich übernommen hat. Wolffers war früher Fröschs Generalsekretär. Vom Inhalt her habe sie das Thema aber immer sehr interessiert, sagt Frösch. «Das Gehalt spielte dabei keine Rolle.» Frösch und Wolffers erhalten je 10'000 Franken pro Jahr.

Therese Frösch hat sich immer für Sozial Benachteiligte engagiert. Sie sei glücklich, in der Schweiz geboren worden und damit privilegiert zu sein. «Schon als Kind habe ich andere Kinder verteidigt und zwischen meinen Eltern ausgleichend eingegriffen.» Dass sie aus einer Familie mit fünf Kindern komme, spiele sicher auch eine Rolle für ihr Engagement.

(Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr)

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Hätte ich mich einmal (in meiner jugendlichen oder reiferen Zeit) entschlossen einer Partei beizutreten und sogar politische Aemter anzustreben, wäre nur eine links/grüne Partei in Frage gekommen! Diese "Politiker" können sich alles leisten, alles sagen und alles machen, was Gott verboten hat, sie werden nicht mit Dutzenden von "bösen", verunglimpfenden und hasserfüllten Kommentaren berieselt! Links/grüne Politiker haben immer das Etikett des "Gutmenschen"! Da gibts halt nichts zu demütigen!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Frau Frösch mag also aufgeweckte Menschen, die sich EINBRINGEN (engagieren) und damit auch die Spitzbuben! Nun, Frau Frösch, bringen denn solche "Spitzbuben", die sich mit oft unzimperlichen Ausdrücken und Wörter über Missstände oder Sorgen in politischen Belangen äussern (zB.: SVP'ler!) oder raffinierte, missbrauchtreibende Sozialbezüger, wirklich echte "spitzbubische" Freude in Ihren Alltag? Wenn "JA", dann ist Ihr Amt als Co-Präsidentin bei der SKOS wohl eine gehörige "Fehlbesetzung"!
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