Thorberg-Häftling setzt Kampf gegen Watchlist fort

Im Kanton Bern geht die Kontroverse um die Watchlist mit medial bekannten Häftlingen in die nächste Runde.

Blick durch ein Gittertor.

Bildlegende: Wenn ein Verbrecher durch die Medien bekannt geworden ist, dann steht er im Kanton Bern auf der Watchlist. (Symbolbild) Keystone

Ein Thorberg-Insasse, der sich von dieser sogenannten Watchlist streichen lassen will, hat Beschwerde bei der bernischen Polizei- und Militärdirektion eingereicht. Peter Zimmermann von der Gefangenenorganisation Reform 91 bestätigte am Donnerstag einen Bericht von «20 Minuten».

Wer durch sein Verbrechen in den Medien war, kommt auf die Liste

Auf der Watchlist sind die Namen von verwahrten Häftlingen oder Risikotätern aufgeführt, die mit ihrem Delikt Schlagzeilen machten. Bei ihnen müssen allfällige Haftlockerungen vorgängig dem Leiter des kantonalen Amts für Freiheitsentzug und Betreuung vorgelegt werden.

Gegen diese zusätzliche Hürde setzt sich der Mann zur Wehr, der im Jahr 2000 wegen des Mordes an einer Taxifahrerin zu 14,5 Jahren Haft verurteilt wurde. Seine Begehren um Versetzung in den offenen Vollzug seien allesamt abgelehnt worden, obwohl Gutachter ihm die Fähigkeit zu Fortschritten zugesprochen hätten. Der Mann führt dies auf die Watchlist zurück und beantragte Anfang Jahr, ihn von der Liste zu streichen.