Thunfest 2013: Sicherheit hat erste Priorität

Ampeln an den Kassen, Sicherheitsinfos neu auch auf dem Handy. Dazu kurzfristig gesperrte Festplätze und Beobachter, die die Ströme der Festbesucher pausenlos überprüfen, damit es nicht zu eng wird - Sicherheit ist auch am Thunfest 2013 mit seinen etwa 100'000 Besuchern ein Hauptanliegen.

100'000 Leute am Thunfest wie hier auf dem Rathausplatz - das braucht ein griffiges Sicherheitskonzept.

Bildlegende: 100'000 Leute am Thunfest wie hier auf dem Rathausplatz - das braucht ein griffiges Sicherheitskonzept. zvg Thunfest/Patric Spahni

Matthias Harte ist ein routinierter OK-Präsident des traditionsreichen Thunfestes. Und für ihn ist der Fall klar: «Sicherheit ist an einem Grossanlass ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Erfordernis.» Der Aufwand und die Ansprüche nähmen jedes Jahr zu. Dabei gehe es nicht nur darum, sich juristisch gegen Schuld und Forderungen abzusichern. «Wir wollen auch sicher sein, dass wir an alles gedacht haben, was uns in einem Notfall dienlich sein könnte.»

Neu gibts Thunfest-Infos per SMS

Das Thunfest-OK liefert Informationen zum Festverlauf erstmals auch per Handy. Damit haben Besucherinnen und Besucher auch Verhaltens-Anweisungen, wenn sie in ein Gedränge geraten.

«Es ist ein zusätzliches Mittel, um heikle Situationen zu verhindern», bilanziert Matthias Harte im Gespräch mit dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. Bewährt haben sich dazu die 90 Beobachter, die den Festbetrieb pausenlos überwachen. Sie können einzelne Festplätze kurzfristig sperren oder den Zustrom von neuem Publikum kanalisieren. «Erfahrungsgemäss ist es richtig, rechtzeitig abzuriegeln und ein Gedränge so zu verhindern. Das ist einfacher, als den Leuten später einen Fluchtweg offen zu halten».

Dazu stehen an den Kassen Ampeln, die bei Bedarf auf Rot gestellt werden und so verhindern, dass es zu eng wird. Zum üblichen Sicherheitsdispositiv gehören auch freie Pufferzonen für Feuerwehr- oder Ambulanzfahrzeuge. Für den OK-Chef ist auch erwiesen: Sichtbare Präsenz der Ordnungskräfte sorgt für ein gutes Sicherheitsgefühl im Publikum und beruhigt den Festverlauf. «Es ist wie beim Abfall», sagt Matthias Harte, «wo schon viel Ghüder herumliegt, werfen die Leute noch mehr weg.»

Informeller Austausch mit anderen Veranstaltern

Matthias Harte pflegt dazu den persönlichen, informellen Austausch mit anderen Veranstaltern grosser Anlässe. Das sei wichtig und nützlich.

Das Thunfest findet in den Gassen und auf den Plätzen der Innenstadt und neben dem Bahnhof statt und lockt in aller Regel von Freitagabend bis am frühen Sonntagmorgen etwa 100'000 Leute an. Es gilt als das grösste, jährlich stattfindende Stadtfest der Schweiz.