Tödlicher Polizeiunfall bei Payerne: neue Erkenntnisse

Der 22-Jährige, der von einer Polizei-Patrouille überfahren wurde, hatte 2,4 Promille Alkohol im Blut. Den Polizeieinsatz hatte ein Bekannter ausgelöst.

Ein Polizeiauto mit Blaulicht.

Bildlegende: Das Opfer lag wohl betrunken auf der Fahrbahn, die Polizeipatrouille konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. (Symbolbild) Keystone

Am vergangenen Donnerstagmorgen hatte eine Polizeipatrouille auf der Autobahn A1 bei Bussy im Kanton Freiburg einen Mann überfahren und tödlich verletzt.

Nun gibt es neue Erkenntnisse: Der Verunfallte und sein Kollege kehrten in der Unfallnacht in mehrere Gasthäuser ein, schreiben die Kantonspolizei Waadt und die Kantonspolizei Freiburg in einer gemeinsamen Mitteilung. Später hätten sich die beiden wohl getrennt, worauf der Bekannte des Opfers einen Notruf absandte. Er sei von einem Fremden mit einem Elektroschockgerät ausgeraubt worden.

Dieser Notruf löste den Einsatz der Polizei-Patrouille aus, welche danach - kurz vor der Ausfahrt Payerne - das Opfer überfuhr. Der Mann lag gemäss ersten Untersuchungen bereits am Boden, so dass er vom Polizeiauto getroffen wurde.

Laut den Untersuchungsbehörden hatte es sich der junge Mann zur Angewohnheit gemacht, nachts auf seinem Heimweg die Autobahn zu Fuss zu überqueren.

Um die Unfallnacht besser rekonstruieren zu können, haben die Polizeien des Kantone Waadt und Freiburg einen Zeugenaufruf gestartet.