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Bern Freiburg Wallis Tornay tritt zurück, Darbellay steht in den Startlöchern

Der 63-jährige Unterwalliser Finanzdirektor Maurice Tornay von der CVP stellt sich im Frühjahr 2017 nicht mehr zur Wahl. Sein parteiinterner Konkurrent, Christophe Darbellay, bringt sich in Stellung.

Zu sehen ist CVP-Parteipräsident Christoph
Legende: Will in die Walliser Regierung: Scheidender CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay. Keystone

Zwei Legislaturen seien genug, sagt Maurice Tornay. Zudem werde er in zwei Jahren pensioniert. Mit den Ambitionen des abtretenden CVP-Präsidenten Christophe Darbellay auf einen Regierungssitz habe sein Rückzug hingegen nichts zu tun. Alldings kritisiert Tornay die Art und Weise, wie sich Darbellay als parteiinterner Konkurrent ins Rennen gebracht hat. «Ich kann das nicht akzeptieren», so Tornay.

Ich kann diesen Stil nicht akzeptieren.
Autor: Maurice TornayAbtretender Walliser Staatsrat

Darbellay strebt seit Jahren einen Sitz in der Kantonsregierung an. Seine Chancen sind mit dem Rückzug von Maurice Tornay stark gestiegen, war er ihm doch in der parteiinternen Ausmarchung vor den Wahlen 2013 unterlegen. Darbellay sagt, er sei froh, dass es nicht schon wieder zum parteiinternen Kampf um den Sitz kommt. Er habe Tornay nicht bedrängt. Aber er habe sehr wohl für seine eigene Kandidatur geworben in der CVP. Und das sei ja nicht verboten.

Es ist nicht verboten, dass ich parteiintern für meine Kandidatur werbe.
Autor: Christophe DarbellayCVP-Präsident mit Ambitionen für die Walliser Kantonsregierung.

Tornay wurde 2009 gewählt. Er führte in seiner ersten Amtszeit die Gesundheits- und Sozialdirektion und hatte die Wirren um die Walliser Spitäler zu meistern. Später wechselte er in die Finanzdirektion. Da erlebte er Staatsrechnungen mit Überschüssen, aber auch hohe Defizite in den Jahren 2013 und 2014 und er verkündete erst kürzlich ein Sparprogramm.

Tornays Regierungszeit wurde auch durch die Affäre Giroud belastet. Er diente dem Weinhändler früher als Treuhänder. Allerdings konnten Maurice Tornay keinerlei Verfehlungen nachgewiesen werden.

Die Demission von Maurice Tornay ist die zweite innert einer Woche. Am 11. April hat der Oberwalliser CVP-Volkswirtschaftsdirektor Jean-Michel Cina bereits seinen Rückzug auf Ende der Legislatur angekündigt.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Fadri Pitsch (FP)
    Darbellay hat Anstand seit langem vermissen lassen. Kenne Ihn persönlich und bin seit Expovina nach sehr viel Wein Verkostungen 2013 per Du mit Darbelleay. Da er VR Präses von einem grossen Weingut ist, kennen Ihn viele. Beobachte, dass im Wallis alles anders tickt. Auch Cina und Tornay sind sehr aktiv bei verscheiden Weingüter. Das scheint mir als Mitglied in der VS Regierung heikel. Denke, dass Darbellay nicht gewählt wird.
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (robo)
    Maurice Tornay gefalle den Stil von Darbellay nicht! Aha, auch in anderen Parteien sind sich Kollegen nicht immer einig und ein "Herz und eine Seele"! Das ist gut so: Das zeigt doch, auch Politiker sind nur Menschen! Merkwürdig ist allerdings das Ausbleiben von gehässigten Verunglimpfungen, wie sonst bei der "wählerstärksten Partei" innert wenigen Minuten nach einem solchen Bericht los gehen würden! Wenn zwei das gleiche tun, ist es noch lange nicht das gleiche....!
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