Touristen in Freiburg werden unter die Lupe genommen

Der Freiburger Tourismusverband betreibt seit einem Jahr ein Tourismus-Observatorium. Ziel ist es, möglichst viele Daten der Gäste zu sammeln, um künftig Werbung gezielter einzusetzen. Das gibt jedoch für viele Betriebe einen deutlichen Mehraufwand.

Im  Kanton Freiburg gibt es viel zu entdecken: zum Beispiel am Greyezersee.

Bildlegende: Im Kanton Freiburg gibt es viel zu entdecken: zum Beispiel am Greyerzersee. Keystone

Schon heute sammelt der Freiburger Tourismusverband Daten von Gästen. Doch viel mehr als das Herkunftsland und die Anzahl Übernachtungen kennt man nicht. Ein neues Formular soll Abhilfe schaffen. Es gibt Auskunft über Alter und Zweck des Aufenthaltes. Zudem wird via Handy der Tourismusstrom beobachtet.

«Wir sehen, welche Attraktionen die Leute besuchen und wo sie übernachten», erklärt Thomas Steiner, Direktor des Freiburger Tourismusverbandes.

Der Kanton Freiburg hat mit knapp zwei Millionen Übernachtungen etwa gleich viele Übernachtungen wie das Dorf Zermatt alleine. «Wir wollen keinen Massentourismus», erklärt der Tourismusdirektor. Aber Freiburg möchte seine Betten besser auslasten, vor allem im Winter.

Informationen - auch für die Anbieter von Attraktionen

Mehr über die Gäste im Kanton Freiburg zu erfahren, sei gut, findet Fabienne Porchet, die Direktorin der Schaukäserei in Greyerz. «Wir haben vor allem Tagestouristen.» Wenn sie weiss, welche Touristen sonst noch im Kanton sind, könne sie die Werbung anpassen.

Auch Stéphane Moret, der Direktor von Murten Tourismus, erhofft sich neue Erkenntnisse. «Wenn wir sehen, dass im Winter nur über 40-jährige Touristen nach Murten kommen, können wir entsprechende Angebote machen.» Die neuen Daten alleine würden aber niemals das Bauchgefühl der Leute ersetzen, die lange im Tourismus arbeiten.