Tram Bern-Ostermundigen Tram-Entscheid fällt im Sommer

Der Berner Regierungsrat hat einen Kredit von rund 102 Millionen Franken für den Bau des Trams von Bern nach Ostermundigen genehmigt. Ob der Kanton Bern dieses Geld ausgeben kann, entscheidet das Berner Kantonsparlament voraussichtlich im Juni.

Ein Tram und ein Bus in Bern.

Bildlegende: Tram statt Bus soll künftig Ostermundigen erschliessen. Keystone

Die Linienführung des geplanten Trams entspricht – für den Teil Bern-Ostermundigen – grundsätzlich dem Auflageprojekt des an der Urne gescheiterten Vorgängerprojekts Tram Region Bern. Im Gegensatz zum Vorgängerprojekt soll das Tram aber nicht bis auf den Ostermundiger Rüti-Hügel fahren, sondern vorher wenden, wie bereits bekannt ist.

Wendeschlaufe noch unklar

Der neue Standort der Wendeschlaufe in Ostermundigen wird zurzeit evaluiert und in der zweiten Jahreshälfte 2017 definitiv festgelegt, wie der Berner Regierungsrat am Freitag mitteilte. Ebenso wird derzeit die künftige Erschliessung der Rüti erarbeitet.

264 Millionen Franken

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf insgesamt rund 264 Millionen Franken. Davon übernimmt der Kanton rund 53 Prozent. Ein Drittel der Kantonsgelder entfallen gemäss dem kantonalen Gesetz über den öffentlichen Verkehr auf die Gesamtheit der bernischen Gemeinden. Das ist der sogenannte «Gemeindedrittel».

Für die restlichen Kantonsgelder hat der Regierungsrat zu Handen des Kantonsparlaments den Kredit von rund 102 Millionen Franken genehmigt. Dieser Betrag enthält eine Kostenungenauigkeit von 10 Prozent. Die verbleibenden Kosten, also rund 47 Prozent der Gesamtkosten, werden vom Bund, der Stadt Bern, der Gemeinde Ostermundigen und den betroffenen Infrastrukturwerken getragen.

Stadt Bern entscheidet im November

Ostermundigen hat das Projekt im Rahmen einer Volksabstimmung bereits am 3. April 2016 genehmigt. Die Volksabstimmung über den Kostenanteil der Stadt Bern soll im November 2017 stattfinden. Sobald die Kreditentscheide vorliegen, wird das Bewilligungsverfahren wieder aufgenommen.

Mit dem Bau möchten der Kanton Bern und die Gemeinden spätestens 2022 beginnen. Sie rechnen mit einer Bauzeit von rund fünf Jahren.

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