Trotz Zweitwohnungsinitiative – im Wallis wird mehr gebaut

Der Kanton Wallis hatte wegen der Annahme der Initiative mit einem Rückgang der Bautätigkeit gerechnet. Eine Studie der Kantonalbank sagt jedoch: Es geht aufwärts.

Blick über eine Bausstelle auf das Matterhorn.

Bildlegende: Im Wallis wird munter weiter gebaut. SRF

«Die Bautätigkeit war im Rhonetal in den letzten Jahren stark», erklärt Studien-Autor Hervé Froidevaux. «Gerade der untere Kantonsteil profitierte von der Zuwanderung.» In den Tourismusdestinationen habe die Zweitwohnungsinitiative aber zu einer starken Verunsicherung geführt. «Diese Unsicherheit hält die Käufer ab», meint Froidevaux. Deshalb brauche es möglichst schnell Klarheit, wie die Initiative umgesetzt wird.

Eine andere Herausforderung: Die Immobilienpreise würden stagnieren, sagt Hervé Froidevaux. «Die Preise müssen in den nächsten Jahren eher noch nach unten korrigiert werden.» Dafür verantwortlich sei neben dem Volksentscheid zu den Zweitwohnungen auch jener zur Masseneinwanderungsinitiative. Wenn die Bevölkerung nicht mehr wie früher wachse, dann könne das den Markt negativ beeinflussen.