Über 100'000 Nachtschwärmer erobern die Berner Museen

Wie die Motten das Licht, so zieht die Berner Museumsnacht alljährlich tausende Besucher an. Das war auch am Freitagabend nicht anders, als 38 Kulturinstitutionen über 108'000 Nachtschwärmer mit zahlreichen Attraktionen anlockten.

Zwei Terrakotta-Figuren.

Bildlegende: Krieger der chinesischen Terrakotta-Armee - auch an der Museumsnacht beliebt. ZVG

Vom Schönheitswettbewerb antiker Göttinnen in der Antikensammlung der Universität bis hin zur Diskussion im Politforum des Bundes im Käfigturm mit Aktivistinnen und Aktivisten aus Syrien und anderen arabischen Ländern spannte sich der Bogen.

Besonders gut besucht waren in diesem Jahr das Naturhistorische Museum mit 8591 Eintritten, das Alpine Museum mit 7524 und das Hotel Bellevue Palace mit 6700 Besuchern, wie die Veranstalter in der Nacht auf Samstag mitteilten.

Salutisten, Krieger und Oldtimer

Im Heilsarmeemuseum versprachen die Salutisten nicht nur Einblick in ihre Arbeit, sondern auch in ihre Finanzierung. Das Historische Museum bot Schnupper-führungen durch die aktuelle Ausstellung zu den chinesischen Terrakotta-Kriegern.

Das Lenkrad eines Oldtimers.

Bildlegende: Wer wollte, konnte sich mit einem Oldtimer durch die Stadt chauffieren lassen. ZVG

Im Schweizerischen Bundesarchiv plauderte Helvetia aus dem Nähkästchen und im Bundeshaus debattierte Nationalratspräsidentin Maya Graf mit 100 Jugendlichen.

 Das Alpine Museum lud zu einer Skischuh-Weitwurf-Weltmeisterschaft.

Ein Museum auf Rädern waren die rund 90 historischen Automobile, vom Döschwo bis zum Rolls Royce, die mit den Besucherinnen und Besucher der Museumsnacht durch die Berner Innenstadt kurvten.