Zum Inhalt springen
Inhalt

Auswertung Sozialinspektionen Über 50 mutmassliche Sozialhilfebetrüger im Kanton Bern

Über die Hälfte der bernischen Sozialdienste hat im letzten Jahr Inspektoren eingesetzt. Die Zahl der Verdachtsfälle hat sich zwar nur leicht verändert, im Vergleich zum Vorjahr konnten die Inspektoren allerdings den Verdacht häufiger erhärten.

Frau füllt Steuererklärung aus
Legende: Bei fast der Hälfte der Fälle bezog sich der Verdacht auf ein nicht oder nicht vollständig deklariertes Einkommen. Keystone

Am häufigsten geschummelt wurde bei den Angaben zum Einkommen und zur Wohnsituation. Als Beweismittel dienen unter anderem Kontoauszüge, Arbeitsverträge, Hausbesuche, Internetrecherchen oder Überwachungen.

Bei den abgeschlossenen Dossiers wurde der Verdacht auf Sozialhilfemissbrauch in 54 Fällen bestätigt und in 22 Fällen entkräftet.

Sanktionen: Strafanzeigen, Leistungskürzungen und Rückzahlungen

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion beziffert die rückerstattungspflichtige Summe in ihrer Mitteilung auf rund 836'000 Franken. Das ist erstmals mehr, als für die Sozialinspektion aufgewendet wurde. Wie viel Geld tatsächlich auch zurückfliesst, ist aber jeweils offen.

Im Kanton Bern waren 2016 rund 46'900 Personen von der Sozialhilfe abhängig. Die Verdachtsmeldungen betrafen damit weniger als ein Prozent der Sozialhilfebeziehenden.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Jörg Frey (giogio)
    Herr König hat immer noch nicht begriffen, dass im Gegensatz zu anderen Kantonen, die Sozialhilfe im Kanton Bern über den Lastenausgleich finanziert wird und zur Hälfte vom Kanton und den Gemeinden getragen werden. Die Höhe der Gemeindesteuern hängen sehr massgeblich von den Abschreibungsregeln und der Übertragung von Aufgaben vom Kanton zu den Gemeinden ab. Die Sozialhilfekosten sind über die Jahre gesehen immer etwa gleich hoch und sind von der Wirtschaftslage abhängig.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Knapp 5% der Bevölkerung im Kanton Bern bezieht Sozialhilfe. Leider nehmen die Sozialkosten jährlich zu und betrugen 2015 ca. 1'600 Franken pro Einwohner - Tendenz steigend. Die Gemeinden werden von diesen Kosten erdrückt und müssen die Steuern anheben. Bei diesen Sozialkosten sind die Asylkosten nicht inbegriffen, da sie mehrheitlich vom Bund bezahlt werden. Es wäre interessant zu wissen, wie viele Sozialbezüger/innen einen ausländischen Hintergrund haben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
      Ob der Bund, die Kantone oder die Gemeinden zahlen müssen, es sind immer Steuergelder! Wer hauptsächlich die Klientel der Sozialhilfebezüger sind, Herr König, werden wir niemals aus den Medien erfahren. Da müssten wir konkret in den Sozialabteilungen der Gemeinden nachfragen. Aber auch dort, werden sich die gutbezahlten Sozialarbeiter und Behördemitglieder nie äussern! Das wird tabuisiert und unter dem Deckel behalten!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen