Umfahrung Oberaargau: Referendum bekämpft bereits die Planung

Drei Parteien und vier Naturschutz- und Verkehrs-Organisationen wollen eine neue Umfahrung im Oberaargau verhindern. Sie bekämpfen bereits den Planungskredit von 6,6 Millionen Franken, den der Grosse Rat im September bewilligt hat.

Ein Stand des Referendumskomitees in der Berner Innenstadt.

Bildlegende: Der Kampf um die neue Umfahrung Oberaargau geht los: Der Stand des Referendumskomitees in der Berner Innenstadt. Christian Strübin/SRF

«Kostet zuviel Kulturland», «ist zu teuer» und «es wären bessere Lösungen vorhanden» – das sind die drei wichtigsten Gründe, weshalb ein Referendums-Komitee den Planungskredit für die neue Umfahrung Oberaargau bekämpft.

Pro Natura und der WWF, der Verkehrsclub Schweiz VCS und Pro Velo des Kantons Bern sowie die drei Parteien SP, Grüne und Grünliberale haben sich für dieses Referendum zusammengefunden. Sie sind der Auffassung, dass die bescheidenere Variante «Null+» genügt.

Zufahrt Emmental vorerst nicht bekämpft

Auf ein Referendum gegen die Strassenbaupläne zwischen Burgdorf und Hasle verzichten die Opponenten vorläufig. Sie wollen damit Sanierungsvorhaben in Burgdorf nicht torpedieren, mit denen sie einverstanden sind.

Eine rege benutzte Mitwirkung in der Bevölkerung und bei den regionalen Organisationen und Parteien hatte eine hohe Zustimmung zu Umfahrungslösungen ergeben.

Die Umfahrung Oberaargau sieht eine bessere Anbindung des Landesteils ans Autobahnnetz und die Umfahrung von Aarwangen vor.

Für Hasle und Oberburg sind ebenfalls Umfahrungen geplant, im Raum Burgdorf sollen Massnahmen am Strassennetz den Verkehr verflüssigen.

Die zwei Projekte