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Umstrittener Umbau Ein jahrelanges Hin und Her hat ein Ende

Nicht neun, sondern nur sieben Wohnungen: Der Umbau des Gasthauses Steghalten in Amsoldingen wurde neu bewilligt.

Das ehemalige Gasthaus Steghalten in Amsoldingen ist von der Denkmalpflege als erhaltenswert eingestuft. Trotzdem bewilligte das Regierungsstatthalteramt Thun im Dezember 2014 einen Umbau des Gasthofes in ein Wohnhaus.

Erlaubt wurde damals der Einbau von sechs Wohnungen in das bestehende Gebäude. Weil die Bauherrschaft den historischen Bau aber fast komplett abriss und neun statt sechs Wohnungen einbauen liess, gab es einen Baustopp. Nun darf in Amsoldingen aber wieder gebaut werden.

Das Gasthaus Steghalten

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Das Gasthaus Steghalten

Der erhaltenswerte Gasthof wurde im Jahr 2009 nach einem Konkurs des Besitzers versteigert. Im Dezember 2014 wurde die Baubewilligung für den Umbau des Gasthofes und den Einbau von sechs Wohnungen erteilt. Im November 2015 ordneten die Behörden einen Baustopp an. Nun wurde am 23. April 2018 die Baubewilligung für die Projektänderung erteilt.

Das Regierungsstatthalteramt Thun hat ein nachträglich eingereichtes Baugesuch bewilligt. Dieses ist laut dem Amt mehrmals überarbeitet worden, bis es bewilligungsfähig war. «Wir haben nun ein Projekt, dass die Bausubstanz weitgehend wieder herstellt und auch vom Erscheinungsbild her bewilligungsfähig ist», sagt Regierungsstatthalter Marc Fritschi.

Sieben statt sechs Wohnungen

Im bewilligten Gesuch ist der Bau von sieben anstelle von sechs Wohnungen enthalten. Marc Fritschi betont: «Ob im gleichen Volumen sechs oder sieben Wohnungen eingebaut werden, spielt keine Rolle, beides ist bewilligungsfähig.»

Die Vergangenheit zählt nicht

Das Regierungsstatthalteramt prüfe jedes Projekt wohlwollend, betont Marc Fritschi. «Die Bauherrschaft hat ein Recht darauf, dass ein Projekt bewilligt wird, wenn das Gesetz es zulässt. Auch wenn sie vielleicht vorher Fehler gemacht hat.» Und die gesetzlichen Vorgaben seien im neuen Baugesuch eingehalten worden.

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