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Seraina Cappelli erzählt, weshalb sie die letzten drei Sommer auf dieser Wiese verbracht hat
Aus Regionaljournal Bern Freiburg Wallis vom 23.05.2020.
abspielen. Laufzeit 05:34 Minuten.
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Uni Bern forscht auf Wiese Das grösste Biodiversitäts-Experiment der Schweiz

Auf einer Wiese bei Münchenbuchsee forschte die Universität zur Frage: Welchen Einfluss hat Stickstoff aufs Ökosystem?

Drei volle Sommer hat Seraina Cappelli hier verbracht. Hier, das ist eine Wiese in Münchenbuchsee bei Bern. Von Weitem sieht sie aus wie eine normale Blumenwiese. Beim Näherkommen erkennt man einzelne Parzellen, die jeweils mit einem Holzpfosten und Schildern versehen sind.

Diese Parzellen sind das Herzstück des Forschungsprojekts von Seraina Cappelli. Die 29-jährige Umweltwissenschaftlerin schloss vor Kurzem am Institut für Pflanzenwissenschaften der Universität Bern ihre Dissertation ab. In diesen Tagen hat sie mit einer Forschungskollegin eine Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster zu den Auswirkungen der Stickstoffdüngung auf die Funktionsweise von Ökosystemen publiziert.

Grundlagenforschung auf der Wiese

«Man weiss, dass ein hoher Stickstoffgehalt dazu führt, dass tote Pflanzen schneller zersetzt werden», sagt Cappelli. «Man weiss aber nicht genau, weshalb das passiert.» Mit ihren Forschungskolleginnen und -kollegen habe sie nun versucht, einen Einblick in die «Blackbox Stickstoffdüngung» zu erhalten.

Die Antwort? «Auf unserer Forschungswiese haben wir herausgefunden, dass es vor allem auf die Pflanzenzusammensetzung ankommt», so Cappelli. Stickstoff hat einen Einfluss, aber einen indirekten: Er führt dazu, dass die schnell wachsenden Pflanzen die langsamer wachsenden mehr und mehr verdrängen.

Ich finde es spannend, zu schauen, was passiert. Ohne gleich zu sagen, das ist gut oder böse.
Autor: Seraina CappelliForscherin Universität Bern

Was bringt diese Erkenntnis? «Was wir machen, ist Grundlagenforschung», sagt Cappelli. Man könne also jetzt nicht klar sagen, welche Arten wie angesät werden sollen. Aufgrund der Tatsache, dass viel Stickstoff unabsichtlich in die Umwelt gelangt, könne diese Erkenntnis aber helfen, um abzuschätzen, was dies für einen Einfluss auf unser Ökosystem hat.

Und was hat sie persönlich dazu motiviert, viele heisse Tage auf diesem Feld zu verbringen? «Ich finde es grundsätzlich spannend, zu schauen, was passiert. Ohne gleich zu sagen, das ist gut oder böse», so Cappelli. «Und schlussendlich ist es auch mein Job.»

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Auch ich denke diese
    teure Uebung bringt nicht allzu viel unsere und ausländische Landw.Forschungsinstitute haben diese Untersuche längst hinter sich.
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  • Kommentar von Peter König  (Vignareale)
    Sprachlos!
    Viel Stickstoff, viele Gräser, weniger Leguminosen, Klee
    Das wussten wir schon vor 70 Jahre also ausgewogene Düngung
    auch mit Phosphor und Kali und Makro- und Mikronährstoffen
    Das wars grob gesagt
    Dann die neuen Erkenntnisse, das auch Kali und Phosphor ausewaschennwerden kann je nach Bodenstruktur pH-Werte etc zu viel Dünger kostet Geld, schlecht für die Umwelt, zuwenig schlecht für den Ertrag. Ganz einfach, wollten auf sicherer Seite sein, als Vorrat düngen
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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Und das sind nun neue Erkenntnisse? Wow, was sagt denn der Bauer dazu?
    MfG
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