Untere Berner Altstadt soll «Tourismuszone» werden

Die Läden in der Unteren Altstadt von Bern sollen länger geöffnet sein können. Dafür hat sich das Kantonsparlament ausgesprochen.

Touristen fotografieren den Zytglogge.

Bildlegende: Ein Touristenmagnet ist sie zweifellos, die untere Berner Altstadt. Keystone

Die Regierung muss dem Parlament nun eine Gesetzesänderung vorlegen, welche die untere Altstadt von Bern als Tourismusgebiet bezeichnet. Damit bekämen die Läden dort die Erlaubnis, länger geöffnet zu sein.

Eine solche Gesetzesänderung erleichtere den Weg hin zu Ladenöffnungszeiten täglich von 6 Uhr bis 22:30 Uhr, so warb FDP-Grossrat Adrian Haas für seinen Vorstoss. Jedem Ladenbesitzer stehe es frei, ob er diese Chance nutzen wolle oder nicht.

«Schon heute nicht ausgeschöpft»

Widerstand kam von der Ratslinken und von Mitte-Parteien. BDP und SVP stellten sich hinter die Motion.

Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher sprach sich vergeblich gegen den Vorstoss aus. Der Kanton habe schon heute vergleichsweise liberale Vorgaben zu den Ladenöffnungszeiten. Diese würden nicht einmal voll genutzt. Deshalb sei nicht einzusehen, warum sie noch ausgedehnt werden sollten. Tatsächlich schliessen viele Läden in der unteren Altstadt früher als 19 Uhr.

Das Parlament hat die Motion mit 74 zu 65 Stimmen bei 7 Enthaltungen überwiesen.

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