Unterirdische Asylunterkunft in Bern soll aufgelöst werden

Die Stadt Bern will anstelle der unterirdischen Asylunterkunft oberirdische Plätze zur Verfügung stellen. Sie sucht das Gespräch mit Liegenschaftsbesitzern und Kirchgemeinden und prüft den Einsatz von Modulbauten.

Die Rampe führt hinab zum Eingang der unterirdischen Asylunterkunft in der Berner Länggasse.

Bildlegende: Die Stadt Bern prüft Alternativen zur unterirdischen Asylunterkunft im Hochfeld. Keystone

Die Tage der unterirdischen Asylunterkunft im Berner Hochfeldquartier sind nach Ansicht des Berner Gemeinderats gezählt. Die Stadt Bern will die umstrittene Zivilschutzanlage dem Kanton zwar weiterhin als Asylunterkunft zur Verfügung stellen. Sie strebt aber einen «schrittweisen Ausstieg» aus der unterirdischen Beherbergung der Asylbewerber an.

Noch bis zum Ende dieses Jahres darf der Kanton im Durchgangszentrum im Länggassquartier weiterhin 136 Plätze nutzen, wie die Regierung schreibt. Ab dem nächsten Jahr dürfen es dann aber im Hochfeld nur noch maximal 80 Plätze sein. Und überhaupt will die Stadt ab 2015 dem Kanton in Durchgangszentren nur noch 80 Plätze zur Verfügung stellen.

Um dem Kanton an Stelle der Zivilschutzanlage Hochfeld eine oberirdische Unterkunft anbieten zu können, will die Stadt zum einen prüfen, ob es nicht eine Alternative in einem bestehenden Gebäude gibt. Anderseits klärt die Stadtregierung ab, ob Asylsuchende in einer mobilen Siedlung auf wechselnden Terrains untergebracht werden könnten. Damit folgt sie einem im Berner Stadtrat eingereichten Vorstoss.

Länger als geplant

Die Zivilschutzanlage Hochfeld ist seit Anfang 2012 Notunterkunft für Asylbewerber. Ursprünglich war geplant, das Zentrum nur während sechs Monaten zu betreiben. Gegen die unterirdische Beherbergung von Asylsuchenden gab es in der Stadt Bern wiederholt Protest.