Verjüngungskur für die Lieder von Mani Matter

Im August 2016 wäre der Berner Liedermacher Mani Matter 80 Jahre alt geworden. Für eine Reihe von illustren Musikern aus Bern und der ganzen Schweiz ist das Grund genug, die Lieder neu zu interpretieren. Plötzlich klingt Matter nach Elektro, Hip Hop und Soul.

Portrait Mani Matter

Bildlegende: Der Berner Liedermacher Mani Matter übt auf junge Musikerinnen und Musiker immer noch Faszination aus. Keystone

«Ds Lotti schilet» auf Japanisch? Oder «ds Zündhölzli» in einer düsteren Hip-Hop-Version? Beides gibt es auf der neuen Matter-Cover-CD «Und so blybt no sys Lied» zu hören. Zwanzig Cover-Lieder finden sich darauf. Sie klingen nach Rap, Soul, Elektro oder modernem Rock.

Hauptsächlich Berner Musiker

Die Interpreten stammen zu einem grossen Teil aus Bern. Da sind Lo&Leduc, die Rapperin Steph la Cheffe oder das Elektro-Trio Round Table Knights. Allesamt Leute, die für aktuelle und junge Musik aus Bern stehen. Dazu gesellen sich der Ostschweizer Stahlberger, der Basler Sänger Max Urban oder die Zürcherin Evelinn Trouble. Ihnen allen scheint Matter auch über 40 Jahre nach seinem Tod noch Eindruck zu machen.

Heilig sind ihnen die Lieder von Mani Matter allerdings nicht. Da wird schon mal eine zusätzliche Zeile geschrieben, da wird ein Mann im Lied zur Frau oder gleich das ganze Lied auf Hochdeutsch übersetzt. Das Resultat sind findige Stücke mit viel Augenzwinkern, aber auch mit dem nötigen Tiefgang.

Seit der CD «Matterrock» von 1992 ist es das erste grosse Coverprojekt von Matter-Liedern.

Von Beat-Man bis Steph la Cheffe