Verstärkter Kampf gegen Drogenhandel bei Berner Reitschule

Die Stadt Bern verstärkt ihren Kampf gegen den Drogenhandel vor der Reitschule. Dabei setzt sie auch auf ein Instrument aus dem Ausländergesetz, die sogenannte Ausgrenzung.

"No Deal Area!" steht auf den Toren der Reitschule.

Bildlegende: Auch die Reitschulbetreiber wehren sich gegen den Drogenhandel. Allerdings mit andern Mitteln als die Stadt. Elisa Häni/SRF

Mit der sogenannten Ausgrenzung wird mutmasslichen Dealern verboten, das Gebiet Schützenmatte zu betreten. Alexander Ott, Leiter der Stadtberner Fremdenpolizei, hat einen Bericht der Zeitung «Der Bund» bestätigt.

Bei zwei Polizeirazzien in den letzten Wochen vor der Reitschule wurden 41 Personen gefasst, wie aus Polizeimitteilungen hervorging. Laut Ott stammt nur eine oder zwei der Personen aus der Stadt Bern. Bei den anderen handle es sich um Ausländer aus anderen Kantonen oder Personen mit Touristenvisum. Zehn bis zwölf der Verhafteten befänden sich zurzeit in Ausschaffungshaft. Möglich ist die Ausschaffung beispielsweise im Fall von Nigerianern - mit diesem Land hat die Schweiz ein Rückführungsabkommen geschlossen.

Bei der Mehrzahl der 41 Personen handelt es sich um mutmassliche Dealer, die keine Aufenthaltspapiere haben oder aus einem Land ohne Rückführungsabkommen mit der Schweiz stammen. In diesen Fällen wurde die sogenannte Ausgrenzung gemäss Ausländergesetz verfügt.

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