Verzögerung beim Autobahnbau durchs Wallis

Eigentlich sollte die Autobahn durchs Wallis 2019 fertig sein. Doch wohl erst 2025 können die Autos die A9 zwischen Siders und Brig benützen.

Baumaschinen im Einsatz

Bildlegende: An der A9 wird noch lange gebaut, wie hier bei Gampel im Sommer 2012. Keystone

Im Kanton Wallis verzögert sich der Bau der Autobahn A9 zwischen Siders und Brig um mindestens sechs Jahre. Das Autobahnstück werde nicht vor dem Jahr 2025 fertig - zu diesem Schluss kommt die Geschäftsprüfungskommission des Walliser Grossen Rates. Bis vor kurzem hielten die Walliser Behörden noch an einer Eröffnung der Autobahn im 2019 fest.

Der Rückstand des Projektes habe verschiedene Gründe, wird Narcisse Crettenand (FDP), Präsident der Geschäftsprüfungskommission in der Walliser Tageszeitung «Le Nouvelliste» zitiert. So bestünden geologische Risiken etwa beim Riedberg-Tunnel, bei Turtmann und beim Eingang des Visper Tunnels.

Dazu kämen juristische Probleme, etwa im Nachgang zu der Affäre um die Vorauszahlungen. Es waren Millionenzahlungen an Unternehmer geleistet worden für Arbeiten, die noch gar nicht realisiert worden waren. Crettenand geht nicht davon aus, dass die Umweltverschmutzung durch Quecksilber, die in der Gegend von Visp entdeckt wurde, weitere Verzögerungen beim Autobahnbau bewirken wird.