Viel Aufwand für eine sonntägliche Freude

Der FC Murten hat das grosse Los gezogen. Am Sonntag spielt der 2. Liga Verein gegen den FC Luzern aus der Super League. Die Vorfreude ist gross, der Aufwand fürs Cupspiel aber riesig. Die Clubverantwortlichen beschweren sich.

Spieler beim Tribünenaufbau.

Bildlegende: Die Spieler helfen tatkräftig mit. SRF

Anfang Juli entschied das Los: Der 2. Liga Club FC Murten darf gegen den FC Luzern aus der Super League spielen. Schon wenige Tage danach begann der FC Murten den Cup-Tag zu organisieren. «Ich hätte nie und nimmer einen so grossen Aufwand erwartet», sagt Club-Präsident Jürg Flühmann. «Vor allem die Anforderungen an die Sicherheit sind enorm.»

Wegen der Vorlagen des Verbands und aus Angst vor Hooligans muss der Verein mehr als einen halben Kilometer Zaun rund um das Spielfeld aufbauen. Jürg Flühmann hofft, dass sich die ganze Sache für seinen Verein doch noch rechnet. «Das Cupspiel kostet uns gegen 30 000 Franken.» Nur gerade 3000 Franken erhält der FC Murten als Startgeld. «Das ist lächerlich», beschwert sich Flühmann im «Regionaljournal BE FR VS» von Radio SRF. Er hätte vom Verband mehr Unterstützung erwartet. Auf ein besser ausgerüstetes Stadion auszuweichen kam aber nie in Frage.

Beim Schweizerischen Fussballverband kann man die Aufregung in Murten nicht ganz verstehen: «Wir machen keine Auflagen, sondern geben nur Empfehlungen heraus», sagt Robert Breiter, stellvertretender Generalsekretär. Er rechtfertigt den Aufwand: «Bei den kleinen Fussballplätzen reicht häufig die Infrastruktur nicht aus.» Bei solchen Duellen wie in Murten zwischen David und Goliath kommen gegen 3000 Zuschauer. Der Aufwand sei zwar gross, meistens aber lohne es sich finanziell für die Clubs.