«Viele werden hier ihre Jugend wieder erleben»

Für die Ausstellung «Oh Yeah!» im Museum für Kommunikation in Bern steuerte der Berner Musikchronist Samuel Mumenthaler etliche Objekte bei. Auch viele Bilder und Tonträger. Ausgestellt ist nur ein Bruchteil seiner Sammlung. Zudem lieferte er die Daten und Geschichten zu 60 Jahre Schweizer Popmusik.

Was hat Büne Huber auf ein Cover der Schlachtplatte gezeichnet? Wie kommt Blut auf eine Setliste eines Züri West-Konzerts? Wen nannte Hazy Osterwald zärtlich Gisela? Antworten auf diese Fragen gibt die Ausstellung «Oh Yeah - Popmusik in der Schweiz». Vor allem aber rund 400 Minuten Ton-, Bild- und Filmdokumente aus 60 Jahren Schweizer Popgeschichte.

«Wir machen eine Ausstellung über Pop. Und Pop ist ein Teil des Lebens fast aller Leute - auch in der Schweiz. Deshalb gehört das auch in eine Ausstellung», sagt der Berner Musikchronist Samuel Mumenthaler gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF. «Viele Besucher werden in der Ausstellung ein Déjà-Vu oder ein Déjà-Entendu erleben», sagt der als Co-Kurator fungierende Mumenthaler. Die Ausstellung öffnet am Freitag ihre Tore.

Mundart als wesentlicher Bestandteil der Popgeschichte

Eine besondere Rolle spielt in der Ausstellung das bernische Musikschaffen. In einem Ausstellungsteil werden zum Beispiel die Vertreter der Berner Musik-Szene in Jünger Bob Dylans respektive in Verehrer des Berner Troubaduren Mani Matter eingeteilt.

«Matters Sprachgefühl und Rhythmik war grundlegend für die Entwicklung der Berner Rockszene», sagt Mumenthaler. Wichtig sei daher, dass es lokale Formen der Popmusik gebe, weil in einer Sprache gesungen wird, die die Leute verstehen. Der Ausstellungsmacher sagt: «Wenn man Schweizer Musik hört, denkt man automatisch an Mundartrock. Und daran haben die Berner einen massgeblichen Anteil.»

Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17:30 Uhr

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