Von der Hochschule für Bergler zur Hochschule für Berufsleute

Vor rund 25 Jahren wurde in Brig als Ableger der deutschen Fern-Universität Hagen ein Zentrum für universitäre Fernstudien aufgebaut. Was damals mit rund einem Dutzend Studenten begann, umfasst heute eine Organisation mit über 2500 Studierenden und 300 Professoren und Assistenten.

Ein Mann auf dem Computer am Sofa.

Bildlegende: Nicht Bergler, sondern vor allem Städter lernen vermehrt im Selbststudium. Colourbox

Vor 25 Jahren suchte der Kanton Wallis nach einer Möglichkeit, den jungen Leuten, die nicht in die Städte ziehen konnten, im Kanton selbst ein Studienangebot zu machen. Die Fernuniversität Hagen bot Hand dazu.

So entstand in Brig die erste und einzige Fernuniversität der Schweiz. Was damals aber als Universität für die Bergler gedacht war, konnte so nie umgesetzt werden. Die meisten Walliser gingen trotzdem nach Zürich, Bern oder Freiburg, um zu studieren.

Städter statt Bergler

Dafür schrieben sich in Brig viele Städter ein. Das Zentrum in Brig wurde zur Universität all jener, die keine Zeit fanden für ein Studium an einer Präsenzuniversität. Vor zehn Jahren kam dann auch noch eine Fernfachhochschule dazu.

Studienleiter Kurt Grünwald: «Unsere Studenten sind zwischen 35 und 45 Jahre alt und berufstätig. Wir sind also keine Konkurrenz für die Präsenz-Universitäten. Wir sind vielmehr eine Ergängung.»