Stadt Bern weiss jetzt, wie sie die Pensionskasse sanieren will

Die Stadtberner Pensionskasse soll per 2019 vom Leistungs- aufs Beitragsprimat umgestellt werden. Somit wird die bereits eingeleitete Sanierung der Pensionskasse wie geplant fortgesetzt.

Die Arbeitgeberinnen sollen mit einer Übergangseinlage von 68,3 Millionen Franken sicherstellen, dass ältere Versicherte im neuen Beitragsprimatplan aufs bisherige Leistungsniveau kommen.

Zu sehen sind Schweizer Banknoten.

Bildlegende: Mitarbeitende mit tieferen Einkommen sollen künftig von höheren Leistungen profitieren. Keystone

Die Stadt muss dabei einen Anteil von gut 40 Millionen Franken leisten. Finanzieren will sie dies mit einem Teil des Überschusses aus der Rechnung 2015. Auch diesem Vorhaben muss das Parlament noch zustimmen, so Finanzdirektor Alexandre Schmidt an der Medienkonferenz vom Montag.

Voller Deckungsgrad soll 2051 erreicht werden

Die bereits eingeleitete Sanierung der Pensionskasse werde wie geplant fortgesetzt, hiess es weiter. Der Weg zur Ausfinanzierung sieht bekanntlich vor, den Deckungsgrad von 100 Prozent spätestens im Jahr 2051 zu erreichen.

Innert drei Jahren habe der Deckungsgrad bereits von 79 auf heute 91 Prozent gesteigert werden können, stellte Finanzdirektor Schmidt fest. Der Primatwechsel erfordere deshalb keine neue Diskussion über die Behebung der Deckungslücke und Äufnung einer Wertschwankungsreserve.

Mitarbeitende mit tieferen Einkommen sollen profitieren

Mit dem Beitragsprimat werde die Pensionskasse der Stadt auf ein zeitgemässes Fundament gestellt. Dank Anpassungen beim Koordinationsabzug profitierten Mitarbeitende mit tieferen Einkommen künftig von höheren Leistungen. Bei Mitarbeitenden mit höheren Einkommen sollen die Renten praktisch unverändert bleiben.

Die Inkraftsetzung des Primatwechsels ist per 1. Januar 2019 geplant. Sie bedarf der Zustimmung des Parlaments und wird den Stimmberechtigten freiwillig zum Beschluss unterbreitet werden.