Wallis nicht mehr nur Land der C-Parteien

150 Jahre hatten die CVP und die CSP das Sagen im Wallis. Seit Sonntag ist das anders. Die Walliser wollen frischen Wind in der Politik.

Die Schlösser von Sitten im Abendlicht.

Bildlegende: Die politische Landschaft des Wallis verändert sich. Im Bild der Hauptort Sitten. Keystone

Die C-Parteien mussten am Sonntag im 130-köpfigen Walliser Kantonsparlament nach mehr als 150 Jahren ihre absolute Mehrheit abgeben. CVP und CSP verloren zusammen sieben Mandate und rutschten von bisher 68 auf 61 Sitze ab, also unter das absolute Mehr von 66 Sitzen.

Die grosse Siegerin ist die SVP. Sie konnte ihre Sitzzahl um 9 auf 21 Mandate ausbauen und wird zur drittstärksten Partei hinter CVP und FDP.

Die Resultate der Walliser Kantonswahlen ändern alles im Kanton. Das glaubt der ehemalige SP-Präsident und Walliser Staatsrat Peter Bodenmann: «Die anderen Parteien werden nun Anspruch erheben auf Richterposten und andere wichtige Ämter im Wallis.»

Das streitet der Fraktionschef der CVP, Beat Rieder, nicht ab. Auf die Sachgeschäfte habe jedoch der politische Wandel weniger Auswirkungen. «Der C-Block ist schon bisher eher selten geeint aufgetreten», sagt Rieder.

Politbeobachter im Wallis sind sich einig: Die Walliser wollten einen Wechsel in der Politik. Von einer Abnützung der mächtigen C-Parteien ist die Rede.

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Politischer Umbruch im Wallis

7:28 min, aus Schweiz aktuell vom 4.3.2013