Wallis schreibt sehr rote Zahlen

Die Rechnung des Kantons Wallis schliesst 2014 wie erwartet mit einem Defizit ab. Nun bleiben zwei Jahre Zeit, um den Fehlbetrag von 84 Millionen Franken wieder auszugleichen.

Ein Bündel Tausendernoten in einer Hand.

Bildlegende: Diese Noten reichen bei weitem nicht: Es braucht 840'000 Hunderternoten, um das Walliser Defizit auszugleichen. Keystone

Der Kanton Wallis muss schwarze Zahlen schreiben. Das verlangt die doppelte Ausgaben- und Schuldenbremse, die 2005 eingeführt worden ist. Im vergangenen Jahr hat der Staat allerdings sowohl in der laufenden Rechnung als auch in der Investitionsrechnung rote Zahlen ausgewiesen. Der Finanzierungsfehlbetrag in der Investitionsrechnung beträgt 84.2 Millionen Franken. Der Aufwandüberschuss 83.9 Millionen Franken.

Im vergangenen Dezember hat das Walliser Kantonsparlament entschieden, dass ausnahmsweise zwei Jahre Zeit bleiben, um die Fehlbeträge auszugleichen. Das dürfte schwer werden, weil die Ausgaben weiter steigen und die Einnahmen weiter sinken.

Mehr Investitionen, weniger Einnahmen

Der Kanton Wallis hat letztes Jahr weniger Steuererträge eingenommen als in den Vorjahren. Wegen fehlender Gewinne in der Wasserkraft allein fehlen sechs Millionen. Eine Rolle spielt auch, dass die Nationalbank keinen Gewinn ausgeschüttet hat. Die Investitionen haben dagegen deutlich zugeommen - namentlich etwa für die Einrichtung von Asylzentren oder für die Nationalstrassen.