Wallis warnt vor unnötigem Seilziehen um Innovationsparks

Der Kanton Bern bewirbt sich mit dem Standort Biel um die Schaffung eines «Swiss Innovation Parks». Auch der Kanton Wallis steht mit einem Projekt in den Startlöchern. Dessen Initiator befürchtet nun ein Hick-Hack um die beste Bewerbung.

In Biel soll in ein paar Jahren ein sogenannter «Swiss Innovation Park» entstehen. Dafür haben sich Stadt und Kanton zusammen mit der Berner Fachhochschule und regionalen Unternehmen zu einer AG zusammengeschlossen. Das Ziel ist, sich gemeinsam für die Einrichtung eines solchen Kompetenz-Zentrums einzusetzen.

Symbolbild Präzisionsindustrie.

Bildlegende: In Biel soll ein Kompetenzzentrum für Präzisionsindustrie entstehen. Keystone

Das Netzwerk «Swiss Innovation Park» wird vom Bund finanziell unterstützt. Es kann von der Zusammenarbeit mit der ETH profitieren. Grundlage ist das 2012 geschaffene Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz.

Als Standorte gesetzt sind Städte, die den Hochschulen in Lausanne und Zürich geografisch nahe stehen. Offen ist, wie viele weitere Standorte entstehen werden und wo. Neben Biel haben auch St. Gallen und Basel Interesse signalisiert. Und schon vor längerer Zeit hat sich Kanton Wallis ins Spiel gebracht.

Neben Biel plant auch das Wallis ein Innovationszentrum

Die Initianten beabsichtigen auf den ehemaligen Militärflugplätzen von Raron und Turtmann einen Forschungsschwerpunkt zu errichten. Der Schwerpunkt soll auf innovativen Lösungen für die Gewinnung von Energie aus Sonne, Wind oder Wasser und bei der Entwicklung von Schutzmassnahmen gegenüber alpinen Risiken wie Lawinen, Bergstürzen, Murgänge oder das Auftauen des Permafrostes.

Der Geschäftsführer der Walliser Trägerschaft, Carlo Imboden, warnt gegenüber dem «Regionaljournal BE FR VS» davor, dass im Zuge der Ausmarchung der Standorte, die einzelnen Vertreter das Gesamtwohl des Forschungsstandortes Schweiz aus den Augen verlieren. Er beobachte ein Seilziehen unter den Bewerbern, welches der Grundidee abträglich sei.