Spitalpflege Walliser Ärzte spielen bei freier Spitalwahl eine wichtige Rolle

Immer mehr Walliserinnen und Walliser lassen sich in Spitälern ausserhalb des Kantons behandeln. Eine vom Kanton Wallis in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass viele auf Empfehlung ihres Arztes handeln.

Ein Skifahrer auf einer Bahre.

Bildlegende: Bein gebrochen beim Skifahren? Lieber nach Bern, als nach Sitten. Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • 5000 Walliser Patientinnen und Patienten lassen sich jedes Jahr in einem Spital ausserhalb des Kantons behandeln.
  • Fast die Hälfte dieser Behandlungen hätten auch im Wallis erfolgen können.
  • Die ausserkantonalen Spitalaufenthalte kosten den Kanton jährlich rund 50 Millionen Franken.
  • Die Kosten hatten zur Folge, dass der Grosse Rat eine Studie zur freien Spitalwahl in Auftrag gab.

Der Arzt hats gesagt ...

Mehr als die Hälfte der befragten Patienten (52 Prozent) aus den Jahren 2014 und 2015 gab an, auf Anraten des Arztes ein Spital ausserhalb des Kantons aufgesucht zu haben. Im Oberwallis waren es gar 55 Prozent.

Über ein Drittel der Befragten gab an, sich selbst dazu entschieden zu haben. Die meisten ausserkantonalen Spitalbesuche fanden in den Kantonen Bern und Waadt statt, sagt Victor Fournier, Chef der Dienststelle für Gesundheitswesen, vor den Medien in Sitten.

Nun will das Wallis die Ärztinnen und Ärzte für Leistungen sensibilisieren, die im Kanton angeboten werden. Zudem sollen Patienten besser informiert werden.

Wallis keine Ausnahme

In den anderen Kantonen der Westschweiz liegt die Quote von ausserkantonalen Behandlungen nur in der Waadt und Genf tiefer. Diese beiden Kantone verfügen über Universitätsspitäler. In den Kantonen Neuenburg, Jura und Freiburg liegt die Quote über jener des Kantons Wallis.