Walliser Aprikosen: Bessere Vermarktung dank neuer Technik

Zusammen mit der Universität Bologna hat die zuständige Fachstelle eine Anlage entwickelt, die Aprikosen nach ihrem Reifegrad sortiert. Die Walliser Aprikosen sollen so besser - und länger - vermarktet werden können.

Ein Aprikosenbaum mit vielen Früchten, mit einem Etikett auf dem Wallis steht.

Bildlegende: Dank einer neuen Anlage sollen nur reife Walliser Aprikosen auf den Markt kommen - und das über zwei Monate. Keystone

Die Anlage für die Sortierung der Walliser Aprikosen gilt als Weltpremiere, sie wurde am Dienstag in Châteauneuf vorgestellt. Die Sortiermaschine ist Teil der Walliser Strategie, die Aprikosen optimal zu vermarkten. Diese Strategie wird von der Regierung seit mehr als zehn Jahren umgesetzt.

Da die Aprikosen alle fast gleichzeitig reif waren, entstand früher eine Marktüberlastung. Ganze Aprikosen-Plantagen wurden ausgerissen und durch andere Sorten mit einem anderen Reifeprozess ersetzt.

Heute werden im Wallis die Aprikosen in einem Zeitraum von mehr als zwei Monaten reif und die Früchte können so besser verteilt auf den Markt gebracht werden.

Zur Walliser Aprikosen-Strategie gehört auch der Kampf gegen den Verkauf von falsch deklarierten Aprikosen an den Walliser Strassen. Seit diesem Sommer dürfen an den Walliser Strassenrändern nur noch die Früchte als Walliser Aprikosen verkauft werden, die auch wirklich im Wallis geerntet wurden.