Walliser entscheiden an der Urne über die Rhone-Korrektion

Das Walliser Stimmvolk wird das letzte Wort zur Finanzierung der dritten Rhone-Korrektion haben. Die Gegner um Willy Giroud haben die nötigen Unterschriften gesammelt.

Ein Mann steht am Flussufer.

Bildlegende: Willy Giroud, der Präsident des Referendumskomitees, an der Rhone bei Fully. Keystone

Mit der dritten Rhone-Korrektion soll das Flussbett ausgebaut und die Dammstabilität gestärkt werden. Die Gegner, die vor allem aus Landwirtschaftskreisen stammen, kritisieren die Kosten und den Verlust von Landwirtschafts- und Gewerbeflächen. Sie sind der Ansicht, dass das Projekt dreimal günstiger und zugleich dreimal schneller realisiert werden könnte.

Man wehre sich gegen die Finanzierung, weil es über die Vorlage der Walliser Regierung kaum Mitsprache gegeben habe, sagte Willy Giroud, Präsident der Walliser Landwirtschaftskammer und des Referendumskomitees, am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur sda.

Die Initianten sammelten mit Unterstützung der SVP in acht Wochen 8528 Unterschriften für das Referendum. Bereits 3000 Unterschriften hätten gereicht. Die Walliser Regierung geht davon aus, dass die Abstimmung im ersten Halbjahr 2015 stattfinden wird.