Walliser Jäger haben genug gejagt

2400 Jäger haben an der Walliser Hochjagd 2015 mitgemacht. Die Zahl der erlegten Tiere liegt im Rahmen der Planungen.

Die Walliser Jäger haben diesen Herbst etwas mehr Tiere erlegt als im Vorjahr. Ein Grund dafür sind die zwei vergangenen milden Winter, die zu einer geringeren Wintersterblichkeit geführt hatten. Der Walliser Jagdinspektor Peter Scheibler ist zufrieden mit der Jagd 2015: «Die Planungen wurden fast im ganzen Kantonsgebiet erfüllt.»

So wurden beim Gämswild 2835 Tiere erlegt und beim Rotwild 1749. Leichte Abweichungen von der Planung seien normal, sagt Peter Scheibler. «Das hat keinen Einfluss auf den Wild-Bestand im Kanton.» Es gebe eine Bandbreite, innerhalb der sich die Jäger bewegen dürften.

Im Wallis gibt es also kaum Probleme wie im Kanton Bern, wo die Jäger seit Jahren zu wenig Wild erlegen und darum der Wald teilweise zu wenig nachwachsen kann. Wobei, in einzelnen Regionen komme das auch im Wallis vor, sagt Peter Scheibler. Etwa in Gegenden, wo das Banngebiet zu gross sei. «In solchen Fällen können wir Gegensteuer geben und zum Beispiel das Jagdgebiet für ein, zwei Jahre vergrössern.»

Nachwuchssorgen, wie sie die Berner Jäger kennen, gebe es bei den Walliser Jägern hingegen nicht, sagt Peter Scheibler. «Jedes Jahr beginnen etwa 100 bis 120 junge Leute die Jagdausbildung.» Das entspreche etwa der Anzahl Jäger, die jährlich aufhörten.

An der Walliser Hochjagd 2015 haben rund 2400 Jäger mitgemacht. Trotz der hohen Abschusszahlen seien keine erheblichen Konflikte - zum Beispiel mit Wandern - gemeldet worden, schreibt die Walliser Dienststelle für Jagd.

Die Situation im Kanton Bern