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Bern Freiburg Wallis Walliser Kantonsparlament will Sozialhilfe kürzen

Sozialhilfeempfänger sollen 10 Prozent weniger Geld erhalten – weniger, als Richtlinien es vorschreiben.

Nahaufnahme von Geldnoten.
Legende: Sozialhilfeempfänger müssen im Wallis künftig mit weniger Geld auskommen. Keystone
  • Das Walliser Kantonsparlament hat am Freitag eine Motion der CVP-Oberwallis überwiesen.
  • Die Motion verlangt, dass die Sozialhilfe um 10 Prozent gekürzt wird.
  • Die Walliser Sozialhilfe wäre somit unter den SKOS-Richtlinien.
Im Wallis sind die Lebenskosten sowieso tiefer als in den meisten anderen Kantonen.
Autor: Egon FurrerCVP-Grossrat

Die CVP-Motion wurde im Parlament von der Linken bekämpft. Man dürfe die Schwächsten der Gesellschaft nicht noch mehr an die Wand drängen, war das Argument. Sozialhilfeempfänger seien vor allem alleinerziehende Mütter und ältere Arbeitslose, die kaum Chancen auf eine Neuanstellung hätten.

CVP-Grossrat Egon Furrer hielt jedoch an seiner Forderung fest: «Der Kanton Wallis muss sparen. Bei uns sind die Lebenskosten sowieso tiefer als in den meisten anderen Kantonen, also darf auch die Sozialhilfe unter den SKOS-Richtlinien sein.»

Mit 61 zu 48 Stimmen überwies der Grosse Rat die Motion an die Regierung. Sie muss sich nun darum kümmern.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Diese "Giesskannen-Lösung" (einfach alle Bezüge um 10% zu kürzen), ist keine langfristige und effiziente Lösung, die steigenden Sozialkosten spürbar zu reduzieren! Was einfach längst (übrigens in ALLEN Kantonen) zu tun wäre, ist ein genaueres "Hinsehen" auf die einzelnen Sozialhilfebezüger! Es werden weiterhin Dossiers nicht richtig abgeklärt und laufend konntrolliert. Leider gibt es neben den berechtigten "Härtefällen", immer noch viel zu viele Missbräuche und unberechtigte ausbezahlte Beträge!
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