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Bern Freiburg Wallis Walliser Kirchen sind Prachtsbauten, aber auch Energiefresser

Viel ist heute von Energiesparen die Rede, allerdings nicht in den Kirchen. Diese hohen, ehrwürdigen Räume können im Winter nur mit sehr viel Energie warm gehalten werden. Energetische Sanierungen sind jedoch schwierig.

Eine Kirche.
Legende: Die Kirche in Naters ist 500 Jahre alt: ein Prunkbau aber auch ein Energiefresser. SRF

Isolationen und Energiesparmassnahmen sind kaum ein Thema, weil diese alten Bauten meist unter Denkmalschutz stehen. Die Organisation Kirche und Umwelt sucht nach Möglichkeiten, trotz Denkmalschutz die alten Kirchen effizienter zu beheizen.

Rund 200 Kirchen hat die Organisation Kirche und Umwelt in den letzten Jahren untersucht und dabei erschreckendes festgestellt. Kurt Aufdereggen: «Alleine durch das Heizen entstehen den Kirchen pro Winter Kosten von 5000 bis 65'000 Franken. Je nach Kirche und Art der Heizung. Das sind durchschnittlich 25 Franken pro Sitzplatz im Jahr.»

Das sei viel zu viel. Mit einem sinnvollen Heizregime könne ohne Aufwand bis zu einem Drittel dieser Heizkosten eingespart werden. Medard Heynen von den Berner Kraftwerken (BKW): «Wir haben bei der Kirche Ostermundigen allein durch die Anpassung der Elektroheizung Einsparungen von rund 30 Prozent erzielt. Ein sinnvoller Einsatz der Heizung kann also sehr viel bringen.»

Durch eine bessere Beratung will die Organisation Kirche und Umwelt erreichen, dass auch in den Gotteshäusern Energie eingespart wird ohne dass die Kirchgänger darunter zu leiden haben. Kurt Aufdereggen: «Bauliche Massnahmen sind bei diesen Bauten, die meistens unter Denkmalschutz stehen, sehr schwierig und extrem teuer. Wichtig ist deshalb eine individuelle Einstellung der Heizungen. Diese muss auch den Kunstgegenständen und der Orgel Rechnung tragen.»

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