Walliser Lehrkräfte überlastet mit administrativen Aufgaben

Die Walliser Lehrer klagen derzeit nicht nur wegen der Sparmassnahmen der Kantonsregierung. Eine Umfrage, die bereits letzten Sommer – also vor bekannt werden der Sparmassnahmen – durchgeführt wurde, zeigt eines deutlich: Die Lehrerinnen und Lehrer fühlen sich überlastet.

Rund die Hälfte der Walliser Lehrkräfte fühlt sich überlastet durch administrativen Aufgaben, die nicht zum eigentlichen Unterricht gehören. Das ist die Erkenntnis der Studie.

Lehrer vor einer Klasse.

Bildlegende: Lehrer müssen nicht nur unterrichten, sondern viel Papierkram erledigen. Symbolbild/Keystone

Zu dieser administrativen Überlastung gehört laut dieser Umfrage auch die überstürzte Einführung des Lehrplans 21. Probleme schafft den Lehrern zudem die Zunahme von verhaltensauffälligen Kindern und die Integration von Kindern von Eltern aus einem anderen Sprach- und Kulturraum.

Während auf der einen Seite die Aufgabe der Lehrer schwieriger wird, nimmt laut der Wahrnehmung der Lehrer ihre Anerkennung ab. Sie werden gerade von Eltern mehr kritisiert, was wiederum ihre Autorität in der Schule gefährde.

Der zuständige Staatsrat Oskar Freysinger will auf die Resultate dieser Umfrage soweit er könne eingehen: «Mehr Lohn kann ich beim derzeitigen Spardruck sicher nicht versprechen», so Freysinger. Er versuche aber, den administrativen Aufwand zu verkleinern. «Ich will mich auch für eine bessere Anerkennung der Schule einsetzen.»