Walliser «Plattform Kultur»: Erfolgreiches Trittbrett

Seit rund zwei Jahren bietet der Kanton Wallis zusammen mit den grossen Städten den Kulturschaffenden eine Internet-Plattform, die einmalig ist in der Schweiz. Kunstschaffende und Kulturanbieter können sich präsentieren und bekommen gleichzeitig Beratung und Vernetzung.

Plattform Kultur Wallis im Internet - Präsentationsbühne und Ratgeber für die Kulturschaffenden.

Bildlegende: Plattform Kultur Wallis im Internet - Präsentationsbühne und Ratgeber für die Kulturschaffenden. zvg

Eine erste Bilanz nach zwei Jahren zeigt, dass viele Walliser Künstler von dieser Plattform profitieren. Für die Oberwalliser Malerin Anette Kummer zum Beispiel ist es eine Möglichkeit, sich zu vernetzen und zu informieren: «Ich gehe gerne drauf und informiere mich. Ich kann sehen wie ich Gesuche verschiedenster Art stellen kann und wenn mich das nicht befriedigt, kann ich anrufen und werde weiter beraten. Zudem hilft mir die Plattform, mich besser zu vernetzen. Einzig die Vernetzung über die Kantonsgrenze hinaus funktioniert noch nicht so recht».

Wirkung über die Kantonsgrenze kann noch wachsen

Nathalie Benelli, die als Beraterin für die Plattform tätig ist, sieht in dieser Vernetzung nach aussen eine wichtige Aufgabe der Plattform: «Die Walliser Künstler brauchen Unterstützung, um auch ausserhalb des Kantons präsent zu sein. Mit diesem Programm haben wir allerdings erst gerade begonnen. Da arbeiten wir daran».

Gut gelungen hingegen ist die Vernetzung der Walliser Künstler kantonsintern mit dem Tourismus. Die Plattform organisierte 2013 ein sehr gut besuchtes Forum, an dem einerseits die Künstler ihr Angebot präsentierten und anderseits die Tourismus-Fachleute ihre Bedürfnisse formulierten.

Als Erfolg bezeichnen die Vertreter der Plattform auch das von ihnen eingeführte Jugend-Abo, ein Abonnement, mit dem Jugendliche unter 20 vergünstigt verschiedene kulturelle Anlässe im Kanton besuchen können. Nathalie Benelli: «Über 400 solcher Abos sind bereits im Umlauf. Und unsere Statistik zeigt, dass die jungen Leute nicht nur Rockkonzerte besuchen, sondern auch Theater und klassische Konzerte. Das ist das Publikum von Morgen».