Walliser Staatsangestellte wollen Gürtel nicht enger schnallen

Weitere Sparmassnahmen des Kantons Wallis sind noch gar nicht beschlossen und doch wehren sich bereits die Beamten und Lehrer dagegen. Der Kanton stehe im Vergleich zu anderen Westschweizer Kantonen finanziell gut da.

Der Verband der Walliser Staatsangestellten und Lehrer hat öffentlich gegen weitere befürchtete Sparmassnahmen der Regierung protestiert. Der Kanton Wallis stehe im Vergleich zu den anderen Kantonen der Westschweiz finanziell gut da, so dass weitere Sparmassnahmen nicht nötig seien. Und falls doch gespart werden müsse, dann solle das Parlament die Sparanstrengungen gerecht verteilen. Das heisst: bei den Investitionen und den Subventionen solle dann genauso gespart werden wie beim Personal.

Der Verband der Walliser Staatsangestellten und Lehrer – er vertritt rund 9000 Angestellte – wehrt sich vor allem gegen eine Parlamentarische Initiative, welche die FDP im Kantonsparlament angekündigt hat. Die FDP will damit als weitere Sparmassnahme die Staatsausgaben an die Entwicklung des Bruttoinlandproduktes (BIP) binden.

Der Kanton Wallis habe mit seiner doppelten Ausgaben- und Schuldenbremse schon heute eines der rigorosesten Sparinstrumente der Schweizer Kantone, findet der Verband der Walliser Staatsangestellten dazu. Ein weiteres sei nicht nötig.