Walliser Staatspersonal-Verband befürchtet weitere Lohnkürzungen

Der Zentralverband des Walliser Staatspersonals bekämpft drei Motionen der C-Parteien, welche eine Gleichbehandlung der Staatsangestellten und der Angestellten der halbstaatlichen Organisationen verlangen. Dies sei nichts anderes als eine weitere Sparmassnahme, sagt Verbandspräsident Urs Zenhäusern.

Porträt von Urs Zenhäusern, Direktor des Zentralverbandes ZMLP.

Bildlegende: Urs Zenhäusern: «Beim Personal darf nicht noch mehr gespart werden.» Silvia Graber/SRF

In der Märzsession werden vom Grossen Rat drei Motionen behandelt, welche eine Gleichbehandlung des Staatspersonals mit den halbstaatlichen Angestellten verlangen. Dagegen wehrt sich der Zentralverband des Walliser Staatspersonals ZMLP. Urs Zenhäusern, Direktor des ZMLP sagt: «Unter dem Deckmantel der Gleichbehandlung will man die Löhne des Personals gegen unten anpassen. Dagegen wehren wir uns.»

900 Millionen Franken auf dem Buckel des Personals gespart

Seit den 2000er Jahren seien auf dem Buckel der Staatsangestellten schon rund 900 Millionen Franken gespart worden, sagt Urs Zenhäusern. Zudem sei das Staatspersonal im Vergleich zu anderen Kantonen klar unterdotiert. Sein Verband fordert eine globale Strategie für das Personal, welche das Lohnsystem, die Arbeitsbedingungen und die Pensionskasse umfassen soll.

Im Gespräch mit dem Regionaljournal sagt Urs Zenhäusern: «Die Kantonsfinanzen sind besser als man uns glauben lässt. Die Rechnung 2015 sollte im grünen Bereich sein. Es ist daher inakzeptabel, dass man auf dem Buckel des Personals noch mehr sparen will.»