Walter Schwab: «Sturm Lothar hat den Freiburger Wald verjüngt»

Der Vorsteher des Freiburger Amtes für Wald, Wild und Fischerei geht nach 16 Jahren in Pension. Er hat turbulente Zeiten erlebt. Besonders als Sturm Lothar in den Wäldern grosse Schäden anrichtete.

Walter Schwab.

Bildlegende: Walter Schwab sieht den Wald mit anderen Augen, als der Laie. Patrick Mülhauser / SRF

Kaum im Amt, fegte der Sturm Lothar über die Freibuger Wälder und richtete grossen Schaden an. «Ich war in Vevey spazieren und sah plötzlich grosse Wellen.» Lothar hat grossen Schaden angerichtet. Zudem setzte in den folgenden Jahren der Borkenkäfer dem Wald zu. Doch die Natur habe sich gut erholt, sagt Walter Schwab. «Heute ist der Freiburger Wald verjüngt.»

Der Amtsvorsteher machte sich jedoch in den letzten Jahren auch unbeliebt. Er musste im Kanton Freiburg das Bundesgesetz über Waldstrassen durchsetzen und Fahrverbote aussprechen. «Das war eine emotionale Angelegenheit.»

Nun arbeitet Walter Schwab daran, die Freiburger Geschichte über Jagd und Fischerei ab dem 18. Jahrhundert aufzuarbeiten. «Es gab schon immer grosse Auseinandersetzungen.» Im Zuge dieses Streits hat Freiburg die Revierjagd abgeschafft.