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Neue Therapiemethode Wann beginnt die Onlinesucht?

Psychologin Claudia Weibel befasst sich intensiv mit der Online- und Mediensucht. Sie baut derzeit die Abteilung der Klinik in Selhofen in Burgdorf auf. Gemäss der Psychologin gibt es einige Punkte, welche auf eine Sucht hindeuten.

  • Eine Sucht besteht, wenn ein Leidensdruck vorhanden ist. Der Betroffene oder das Umfeld leidet unter dem Onlinekonsum.
  • Soziale Kontakte werden vernachlässigt.
  • Fast die ganze Freizeit wird vor dem Computer oder mit dem Smartphone in den Händen verbracht.
  • Alltägliches wird kaum mehr erledigt, zum Beispiel Duschen oder Essen.
  • Viele Betroffene schlafen kaum mehr.
  • Onlinesucht kann verschiedene Ausprägungen haben: Gamesucht, Onlineshopping, dauerndes Surfen und Chatten.

Die Klinik Selhofen in Burgdorf bietet neu ambulante und stationäre Therapieplätze an und geht damit einen Schritt weiter als viele weitere Einrichtungen, welche nur Beratungen, aber keine medizinische Betreuung anbieten. Derzeit werden in Burgdorf vor allem junge Erwachsene zwischen 15 und 30 Jahren therapiert

Eine Therapie dauert oft lange – mehrere Monate oder Jahre.
Autor: Claudia WeibelPsychologin Klinik Selhofen

In Burgdorf ist die Nachfrage nach Behandlungsplätzen grösser als erwartet. Eine Therapie sei aber oft schwierig und langwierig, sagt Psychologin Claudia Weibel.

Wie wird therapiert?

  • Den Betroffenen werden mittels Gesprächen geholfen. «Ihr Smartphone oder Computer müssen sie aber nicht abgeben», sagt Psychologin Claudia Weibel.
  • Die Therapeuten schauen, ob die Betroffenen etwas verdrängen oder kompensieren.
  • Den Patienten wird aufgezeigt, wie sie ihre Freizeit verbringen können – ohne sich gleich vor den Computer zu setzen oder das Smartphone in die Hände zu nehmen.
Frau und Mann auf einem Sofa
Legende: Ist ein Leidensdruck vorhanden, sprechen Fachleute von einer Online- oder Mediensucht. Colourbox

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Wer heute im Zug, im Bus oder einfach in einem öffentlichen Lokal mit Mitmenschen plaudert, eine Zeitung oder ein Buch liest, gehört zur absoluten Minderheit! Die meisten Leute (jung und alt!) fingerlen und döggelen nur nach auf ihren iPhons herum, sind mit dem Ton verkabelt und total mit sich selber beschäftigt! Dies ist eines der negativsten Zeichen in unserer reinen Konsum- und Spassgesellschaft! Darum haben die Meiden ein leichtes Spiel, solche labile Menschen dauernd zu manipulieren!
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