Zum Inhalt springen

Bern Freiburg Wallis War Gotthelfs Zeit Gotthelfs Zeit?

Ein neues Buch geht der Frage nach, ob es in Gotthelfs Emmental wirklich so zu und her ging wie in seinen Büchern.

Legende: Audio «Martin Stuber (l.) und Roland Reichen im Gespräch (1.12.2014)» abspielen. Laufzeit 8:54 Minuten.
8:54 min

«Gotthelf ist in der breiten Bevölkerung verwurzelt», erklärt Herausgeber Martin Stuber die Motivation hinter dem Buch. «Wir stellen dem die Ergebnisse der neusten Gotthelf-Forschung gegenüber.»

Vieles, was in Gotthelfs Büchern stehe, sei historisch nämlich nicht ganz korrekt. Das habe auch mit dem Selbstverständnis des Schriftstellers zu tun.

Gut sichtbar wird diese Diskrepanz bei der Geschichte von Ueli, der mit Fleiss und Gottesfurcht vom Knecht zum Pächter wurde. War so ein sozialer Aufstieg wirklich möglich? Diese Frage ist Thema in einem der Texte, die im Buch «… wie zu Gotthelfs Zeiten?» abgedruckt sind.

Autor Roland Reichen stellt klar: Dieses Glück sei nur wenigen vergönnt gewesen. «Aber Gotthelf wollte mit dieser Geschichte zeigen, dass ein Leben nach der Bibel der richtige Weg ist.» Man müsse die Schriften immer im historischen Kontext sehen: «Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war eine turbulente Zeit. Gotthelf wollte hier ein Vordenker sein.»

1 Kommentar

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Bolliger, Orpund
    Selbstverständlich dürfen auch junge Menschen, die jene Zeit nicht einmal vom "hören sagen" kennen, solche "Nachforschungen" anstellen und sogar Bücher schreiben. Nur, gerade das zitierte Beispiel, als Ueli der Knecht", Dank seinem unermüdlichen Einsatz und Leistungswillen zum "Pächter" wurde, ist und bleibt halt bis heute das eigentliche Erfolgsrezept, warum es uns in einem völlig rohstofflosen Land. so gut geht! Einsatz und Leistungsbereitschaft! Leider lösen die sozialen Hängematten dies ab!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen