Schafschur im Frühling Warum die Profis auf Heiniger Scheren setzen

In Australien und Neuseeland schwören die Profis auf die Messer aus dem Oberaargau. Die Firma Heiniger aus Herzogenbuchsee ist Weltmarktführerin für Scheren zur Schafschur. Aber auch die einheimischen Tierhalter setzen auf diese Arbeitsgeräte.

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Schafschur im Oberaargau

1:17 min, vom 17.3.2017

Jetzt geht es den Schafen wieder an die Wolle. Mindestens einmal pro Jahr müssen sie geschoren werden. So will es das Schweizer Tierschutzgesetz. Eine halbe Million Schafe gibt es hierzulande.

Rolf Grossenbacher lacht: Er schert seit 20 Jahren Schafe.

Bildlegende: Rolf Grossenbacher schert seit 20 Jahren Schafe. Brigitte Mader/SRF

Rolf Grossenbacher ist einer der wenigen Profis in der Schweiz. Im Frühling und im Herbst ist er zwei Monate lang als Schafscherer unterwegs. An die Wolle geht er den Schafen mit den Scheren der Firma Heiniger aus dem Oberaargau.

Ein Messer, das man zum Schafscheren braucht. Mit spitzen Zähnen geht's den Schafen an die Wolle.

Bildlegende: Mit diesen spitzen Zacken geht's den Schafen an die Wolle. Brigitte Mader/SRF

Er habe zwar Scheren der Konkurrenz ausprobiert. Doch das sei nicht die gleiche Qualität. 40 verschiedene Messer hat Heiniger im Sortiment. «Je nach Wolle braucht es ein anderes», sagt Grossenbacher.

Schafscheren ist Akkordarbeit. Und es braucht Übung. Grossenbacher verfährt nach dem neuseeländischen System. Das heisst: 44 Züge - und das Schaf ist geschoren.

Ein Schaf nackt geschoren. Im Herbst wiederholt sich das Prozedere.

Bildlegende: Die Wolle ist weg. Im Herbst wiederholt sich das Prozedere. Brigitte Mader/SRF

7 bis 8 Franken bekommt Grossenbacher pro Schaf. Die Wolle wird später als Isoliermaterial bei Gebäuden verwendet.