Weitere Entspannung in der Nacht

Nach den starken Regenfällen vom Dienstag hat sich die Lage in der Nacht auf Mittwoch weiter beruhigt. Bei der Polizei gingen keine weiteren Schadenmeldungen ein.

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Dauerregen führt zu Hochwasser

3:35 min, aus Schweiz aktuell vom 22.7.2014

Am Mittwoch früh konnte die Kantonspolizei Bern von einer ruhigen Nacht berichten, es seien keine neuen Probleme mit Hochwasser aufgetreten. Auch die Feuerwehr in Bern konnte auf eine Nacht ohne Probleme im Berner Mattequartier zurückblicken. Die Aare floss auch am Morgen als reissender Fluss durchs Quartier, war aber nicht über die Ufer getreten.

So hatte sich die Hochwasserlage im Kanton Bern am späteren Dienstagnachmittag präsentiert:

Wasser auf einem Feld.

Bildlegende: Die Kander trat stellenweise über die Ufer. SRF-Augenzeuge Peter Lehmann

In Frutigen konnten die Wehrdeinste vermelden, die Lage entspanne sich etwas. Am Dienstagmorgen hatte die Feuerwehr Wassersperren errichtet. Die Kander war stellenweise über die Ufer getreten. Die Wassersperren bleiben stehen, bis sich die Lage ganz entspannt hat.

In Meiringen führte die Aare Hochwasser. Gemäss dem kantonalen Amt für Wasser und Abfall wurde die Schadengrenze jedoch nicht erreicht. Die Aare führte in Meiringen so viel Wasser, wie das nur alle fünf bis zehn Jahre vorkommt. Auch hier vermeldeten die Behörden am Nachmittag, sie hätten keine grösseren Probleme mehr.

Zwischen Brienz und Oberried musste am Dienstagmorgen die Kantonsstrasse gesperrt werden. Die Bäche führten derart viel Geschiebe, dass der Durchfluss in den See verstopfte. Die Kantonsstrasse konnte am Dienstagvormittag aber bereits wieder geöffnet werden.

Weil im Berner Oberland viel Wasser in die Seen lief, musste das kantonale Amt für Wasser dosiert möglichst viel Wasser aus dem Brienzersee und dem Thunersee ablassen. Deshalb warnte die Berufsfeuerwehr Bern die Bewohner des Mattequartiers mittels SMS, gefährdete Keller zu räumen und Autos wegzustellen. Die Hochwassersperren bleiben bestehen. Sowohl die kantonalen wie auch die städtischen Behörden gingen aber am späteren Dienstagnachmittag nicht davon aus, dass die Aare die Schadengrenze erreichen wird.

Auf der Aare zwischen Biel und Solothurn verkehren wieder keine Schiffe mehr. Dort steigt der Wasserpegel, weil das Regulierwehr in Port offen ist.