Wenig Personal führt zu Zwangsmassnahmen bei Demenzkranken

Personalmangel ist mit ein Grund, weshalb es im Umgang mit Demenzkranken zu Zwangsmassnahmen kommt. Dies zeigt eine Studie der Berner Fachhochschule.

Pflegefachleute wandern im Umgang mit demenzkranken Patienten oft auf einem schmalen Grat: Auf der einen Seite ist die Sicherheit des Patienten, auf der anderen Seite seine Freiheit und Selbstbestimmung.

Diese Frage rückt beispielsweise beim Einsatz von freiheitsbeschränkenden Massnahmen in der Vordergrund, etwa wenn Patientinnen oder Patienten an einem Stuhl oder Bett fixiert werden.

Jede Institution entscheidet selber

Dass die Patienten damit vor Stürzen bewahrt werden ist ein Grund für diese Art von Massnahmen. Dass dabei auch zu wenig Personal in Randzeiten eine Rolle spielt, zeigt eine Studie der Berner Fachhochschule.

Bianca Schaffert, Präsidentin der Ethikkommission beim Berufsverband des schweizerischen Pflegepersonals ist wenig überrascht. «Es ist ein Faktor, wie viel Personal man zur Verfügung hat. Und es hat auch damit zu tun, wie viel Angst man vor Sanktionen hat.»

Grundsätzlich rät sie von Massnahmen wie Fixierungen an Stuhl und Bett ab. Schlussendlich sei es aber jeder Institution selbst überlassen.