Weniger Ambulanzen im Oberwallis

In Grächen gibt es künftig in der Nacht keine Ambulanz mehr. Die Versorgungssicherheit bleibe trotzdem gewährleistet, sagt die kantonale Gesundheitsdirektion.

Eine Ambulanz von vorne.

Bildlegende: Wie viele Ambulanzen braucht das Wallis? Diese Frage wurde vom Kanton neu beantwortet. SRF

Bei einem akuten Notfall muss eine Ambulanz innerhalb von 20 Minuten am Einsatzort eintreffen.

Im Wallis ist das eine Herausforderung: Das Kantonsgebiet ist gross und viele Orte in den Seitentälern sind abgelegen. Aus diesem Grund gibt es 10 Ambulanzstandorte zwischen Monthey und dem Goms.

Der Kanton hat nun aber eine Bedarfsabklärung gemacht und festgestellt, dass im Unterwallis und in der Region Sitten zu wenig Ambulanzen bereitstehen. Deshalb werden die Dienste dort ausgebaut. In Grächen, im Oberwallis hingegen, gibt es in der Nacht keine Ambulanz mehr.

Das sei verantwortbar, weil sich in Visp, im Saastal und in Zermatt genügend Fahrzeuge befänden, die im Notfall helfen könnten, führte die Gesundheitsdirektorin Esther Waeber-Kalbermatten am Freitag vor den Medien aus.

Die öffentliche Hand subventioniert die Notfalldienste im Wallis mit knapp 9 Millionen Franken. 3 Millionen Franken davon übernehmen ab diesem Jahr erstmals die Gemeinden.