Wenn die BKW darbt, hungert die bernische Steuerkasse

Wenn die BKW im Geschäftsjahr 2013 einen Verlust von 200 bis 250 Millionen Franken schreibt, dann schlägt das auf die Staatskasse. Um die 30 Millionen Franken Steuern kann der Kanton Bern wohl vergessen.

Eine rentable BKW ist für den Mehrheitsaktionär Kanton Bern ein gutes Geschäft. 2010 kassierte er beispielsweise rund 100 Millionen Franken an Dividenden, Steuern, Wasserzinsen und Verwaltungsratshonoraren. Dividende, Honorare und Zinsen gibt es auch 2013, wenn die BKW 200 bis 250 Millionen Defizit schreibt. Aber bei den Steuern muss der Staat wohl verzichten. Hinzu kommt, dass das Unternehmen solche Verluste über mehrere Jahre abschreiben kann.

Aber: «5 bis 6 Jahre keine Steuern scheint mir sehr hoch. Wir haben die BKW ja neu positioniert, suchen neue Geschäftsfelder und wollen wieder rentabel werden», rechnet BKW-Konzernchefin Suzanne Thoma.

Damit wären die Verluste vielleicht auch schneller kompensiert. Aber Suzanne Thoma sagt auch, sie könne nicht garantieren, dass weitere Wertberichtigungen auf Stromanlagen ausbleiben. Die BKW sei in einer schwierigen Phase.