Wenn einfach so einfach wäre

«Simplify» heisst das Motto des Swiss Economic Forum. Gerade in der Beziehung zum Staat möchte die Wirtschaft einfachere Verhältnisse. Doch das ist nicht so einfach.

«Wir müssen schauen, dass wir besser mit der Forschung zusammen arbeiten.» Das sagt Monika Löffel von der Berner Firma Bigla in der SEF-Gesprächsrunde im Regionaljournal. Die Aussage steht stellvertretend für ein grosses Bedürfnis der Wirtschaft: Eine einfachere Zusammenarbeit mit Verwaltung und Staat.

Auch Olivier Rihs von Scout24 ortet Verbesserungspotential: «Bei den Informationssystem kann vieles vereinfacht werden.» Er wünscht sich einen einfacheren Informationsaustausch mit der Verwaltung. Monika Löffel sieht das gleich.

«Simplify» beschäftigt auch den politischen Gastgeber vom Swiss Economic Forum. Der Wirtschaftsdirektor des Kantons Bern, Andreas Rickenbacher, findet den Ansatz gut, aber: «Im Grundsatz sind hier alle einer Meinung. Wenn es dann aber darum geht, ein Reglement anzupassen oder ein Gesetz abzuschaffen, sind sich dann nicht mehr alle so einig.» Es gebe im konkreten Fall halt immer verschiedene Interessen – auch aus der Wirtschaft.

Das eigentliche Thema am SEF

Für Andreas Rickenbacher steht eine andere Thematik im Mittelpunkt seines SEF-Besuchs. «Die Aufhebung des Euromindestkurses macht der Berner Industrie zu schaffen.» Der starke Franken dominiert die Diskussionen in Interlaken. Die simple Lösung ist hier wohl in weiter Ferne.

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