«Wenn wir mitbestimmen wollen, müssen wir Visionen haben»

Die Bevölkerung wächst und landwirtschaftliche Flächen werden kleiner. Wie kann die Versorgung trotzdem sichergestellt werden? Wie produziert man mehr und dennoch schonend? Das beschäftigt die Wissenschaft, die Politik und die Bauern. Elf Pionierbetriebe tüfteln derzeit am Bauernhof der Zukunft.

Bauer Hanspeter Schmitz aus Wiedlisbach posiert vor den jungen Stieren in seinem Stall.

Bildlegende: Bauer Hanspeter Schmitz aus Wiedlisbach im Kanton Bern will seinen 35-Hektaren-Betrieb zukunftsfähig machen. SRF

Die Landwirtschaft soll auch im Jahr 2050 noch einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssicherheit leisten. Dies wünschen sich Politiker und Wissenschaftler. Doch weil im Laufe der nächsten Jahre gemäss Prognosen die Zahl der Menschen zunehmen und die Landwirtschaftsfläche aufgrund der Ausdehnung der Siedlungen abnehmen wird, herrscht Handlungsbedarf.

Bauern sollen aus den schwindenden Böden mehr herausholen lautet die Devise. Ideen und Methoden, die trotz Bodenschwund zu grösserer Produktivität führen, tauschen elf Bauern - mehrheitlich aus dem Kanton Bern - seit einigen Wochen in einem Arbeitskreis aus. Diese Runde wurde initiert durch die Bauernorganisation Lobag und wird fachlich unterstützt durch die Berner Fachhochschule für Agrarwissenschaften. Die Initianten haben das Projekt am Mittwoch vorgestellt.

Wie Bauer Hanspeter Schmitz aus Wiedlisbach im Kanton Bern sagt, sei das Mittun im Arbeitskreis sehr lehrreich. Man nehme das Heft gerne in die Hand, sagt Schmitz gegenüber dem «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» von Radio SRF: «Es kann nicht sein, dass uns andere sagen, wo es mit uns Bauern hingehen soll. Wenn wir mitbestimmen wollen, müssen wir Visionen haben»

Wichtig ist Schmitz beispielsweise der schonende Umgang mit Natur und Ressourcen. Auf gezieltes Düngen, intensive Bearbeitung der Böden und ausführliches Ausnutzen sämtlicher Facetten der Produkte, legt er sein Augenmerk. Immer im Blick: der schonende Umgang mit der Natur.

(Rendez-vous / Regionaljournal Bern Freiburg Wallis, 17.30 Uhr)