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Bahnlabor in Deisswil Wenn Züge selbst fahren

In Deisswil im Kanton Bern hat der Bähnler Jürg Suter ein grosses Bahnlabor gegründet. Er erforscht dort etwa die Sicherheit von selbstfahrenden Zügen. Seine Forschung zeigt: Bis Züge automatisch fahren, ist es noch ein weiter Weg.

Legende: Video Labor für selbstfahrende Züge abspielen. Laufzeit 6:20 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 26.06.2017.

Das Labor in Deisswil steckt noch in den Kinderschuhen – gerade führt sein Gründer Jürg Suter die erste Testreihe durch. Er erforscht, ob die Reaktionszeit von Lokführern länger wird, wenn sie nicht mehr selbst fahren, sondern nur noch überwachen.

Hindernisse auf der Strecke

Jürg Suter glaubt, dass automatisierte Züge die Zukunft sind und er hofft, dass später auch die SBB und andere Bahnbetreiber mit ihm zusammenarbeiten werden. Vieles können die Zugsysteme heute schon, etwa automatisch beschleunigen oder abbremsen. Die Systeme erkennen aber nicht, wenn zum Beispiel ein Hindernis auf der Strecke liegt.

Längere Reaktionszeit

Dann käme der Lokführer wieder ins Spiel. Allerdings zeigen erste Testergebnisse, dass dessen Reaktionszeit länger werde, wenn er nicht selbst agiert, sondern nur überwacht. Wenn er aber schnell auf ein Hindernis reagieren muss, zählt jede Sekunde. Eines von vielen Problemen, die es noch zu lösen gilt, bis die Züge automatisch fahren können.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Schon heute fahren unsere Züge in einem sehr hohen technisierten Sicherheits-Level! Die Sicherheits-Einrichtungen, die Lokführer begleiten, auf dem Führerstand anzeigen oder sofort selbstständige Bremsungen auslösen, gab es früher praktisch keine! Wenn jetzt eine Vollautomatisierung angestrebt wird und trotzdem ein Begleiter im Führerstand mitfahren muss, bringen solche Entwicklungen nichts! Vorallem , wenn bei Gefahren auf der Strecke, die Reaktionszeit der Technik länger wird als beim Mensch!
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