Widerstand gegen Fusion von Freiburger Wahlkreisen

Die Leute in den beiden Bezirken Vivisbach und Glane wehren sich gegen die Zusammenlegung ihrer Wahlkreis. Sie bevorzugen einen anderen Weg zu einem gerechteren Wahlsystem.

Die Freiburger Staatsrätin Marie Garnier informiert über den Vorschlag für ein gerechteres Wahlsystem.

Bildlegende: Die Freiburger Staatsrätin Marie Garnier informiert über den Vorschlag ein gerechteres Wahlsystem. SRF

Der Tenor an einer Informationveranstaltung in Châtel-St-Denis war klar: So einfach kommt die Kantonsregierung nicht zu einem neuen Wahlsystem.

Doch das Kantonsgericht verlangt ein solches bis 2016. Das heutige sei ungerecht und halte auch der Bundesgerichtssprechung nicht Stand.

So braucht eine Partei  im Wahlkreis Saane-Land nur gerade 4 Prozent Wähleranteil für einen Sitz im Kantonsparlament, im Grossen Rat.

Im Glanebezirk hingegen braucht es über 11 Prozent, im Vivisbachbezirk gar 14 Prozent.

Fusionspläne schüren Angst vor Identitätsverlust

Eine Fusion der beiden kleinen Wahlkreise kommt für die Leute an der Informationsveranstaltung aber nicht in Frage. Sie fürchten, ihre Identität zu verlieren und bevorzugen deshalb die zweite Variante. Diejenige des Mathematikers Friedrich Pukelsheim. In einem ersten Schritt bestimmt der kantonale Wähleranteil einer Partei die Anzahl Sitze dieser Partei. Danach würden diese Sitze auf die Wahlkreise verteilt.

Verlierer bei dieser Methode wären die grossen Parteien SP und CVP. Das dürfte deshalb zu heftigen Diskussionen führen, wenn im Herbst das Kantonsparlament das neue Wahlsystem bestimmen wird.