Wieder Erdrutsch zwischen Gunten und Merligen

Die Unwetter haben laut Angaben der Polizei vor allem im Kanton Bern Spuren hinterlassen - Freiburg und das Wallis kamen glimpflich davon.

 Die Strasse zwischen Gunten und Merligen wird immer wieder überschwemmt, wie hier im August 2007.

Bildlegende: Die Strasse zwischen Gunten und Merligen wird immer wieder überschwemmt, wie hier im August 2007. Keystone

Ein Erdrutsch hat in der Nacht auf Montag die Strasse zwischen Merligen und Gunten am Thunersee verschüttet. Die Behörden gehen davon aus, dass sie ab Montag 13 Uhr wieder einspurig befahrbar ist. Am Dienstag soll sie so geräumt und gesichert werden, dass sie ab Dienstagabend wieder normal befahren werden kann, wie ein Sprecher des bernischen Tiefbauamts auf Anfrage von Radio SRF sagte.

Der Strassenabschnitt entlang des rechten Thunerseeufers ist stark erdrutschgefährdet. Letztmals gingen am 1. Juni nach einem starken Regenfall Schlamm und Steine auf die Kantonsstrasse nieder. Im Februar dieses Jahres riss eine Schlammlawine auf dieser Strecke ein Auto in den See. Der Lenker und seine Mitfahrerin konnten sich aus dem sinkenden Fahrzeug retten und ans Ufer schwimmen.

Damian Stoffel vom zuständigen Oberingenieurkreis sagte auf Anfrage, die Strecke sei in jüngerer Zeit auf drohende Naturgefahren untersucht und gegen Steinschlag geschützt worden.

Gegen derart intensive Niederschläge wie am Sonntagabend könne man sich aber in den Bergen schlicht nicht vollumfänglich schützen.

Baum fällt auf Auto

Im Kanton Bern gingen insgesamt rund 70 Meldungen ein, die meisten wegen Wasser in Gebäuden, Kellern und Garagen. Ebenfalls wurden Äste und Gegenstände auf Strassen gemeldet. Im Berner Oberland fiel ein Baum auf ein Auto. Der Fahrer blieb unverletzt. Auf dem Thunersee rissen sich Boote los.

Im Kanton Freiburg gingen wegen Schadensmeldungen etwa ein halbes Dutzend Anrufe bei der Polizei ein, im unteren Wallis etwa ein Dutzend.