Wieder teurere Krankenkassen-Prämien

Die Krankenkassenprämien für Erwachsene steigen 2015 um durchschnittlich vier Prozent. Die Erhöhung für die Kantone Bern und Freiburg für das kommende Jahr ist unterdurchschnittlich. Das Wallis gehört auch nach dieser Prämienrunde noch zu den günstigen Kantonen.

Gesamtschweizerisch steigen die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung für Erwachsene, Jugendliche und Kinder zwischen 3,8 und 4,4 Prozent. Dies gilt bei einer Jahresfranchise 300 Franken, inklusive Unfallversicherung. In den Kantonen Bern und Wallis steigen die Prämien etwas weniger, in Freiburg auch. Das gilt dort allerdings nicht für die Kinder.

Auf den ersten Blick ist das eine gute Nachricht, aber ein schlechter Trost. Denn Durchschnittsprämien stimmen für niemanden. Je nach Prämienmodell, Selbstbehalt und Prämienregion können diese Werte um 50 Prozent nach oben oder unten abweichen.

Der Kanton Bern gehört nach wie vor zu den vier teuersten Kantonen im Land. Deshalb hat die Bernische Gesundheitsdirektion unwirsch reagiert: Sie sagt, die Krankenversicherungen würden die Berner Bevölkerung wieder mit ungerechtfertigt hohen Prämien über den Tisch ziehen.

Freiburg ist durchschnittlich teuer, das Wallis verhältnismässig günstig mit einer Durchschnittsprämie, die 56 Franken tiefer liegt als der Landesdurchschnitt.

Zusätzlich zur Erhöhung noch der Prämienausgleich

Versicherte in 13 Kantonen müssen in den kommenden drei Jahren zusätzlich zur Prämienerhöhung einen Beitrag zur Prämienkorrektur leisten, weil in den letzten 20 Jahren die Prämien in einigen Kantonen zu tief und in anderen zu hoch angesetzt waren.

Dies kostet Bernerinnen und Berner pro Jahr rund 62 Franken zusätzlich. Im Wallis verteuert der Ausgleich die Prämien um gut 56 Franken. Freiburg hingegen erhält Geld zurück - pro Jahr und Versichertem etwa 70 Franken. Jeweils im Juni erhalten die Freiburger eine Gutschrift oder eine Prämienreduktion.